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	<title>Wahl &#8211; Grünheide im Blick</title>
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		<title>117 Grünheider helfen am 9. Juni bei der Wahl: Maria Giese ist eine davon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anke Beißer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 08:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="2013" height="1164" src="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Hilft bei alle Wahlen: Maria Giese ist am 9. Juni wieder Vorsteherin im Fangschleuser Wahllokal. Foto: Anke Beißer" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797.jpg 2013w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-300x173.jpg 300w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-1024x592.jpg 1024w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-768x444.jpg 768w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-1536x888.jpg 1536w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-800x463.jpg 800w" sizes="(max-width: 2013px) 100vw, 2013px" />„Das Wahlrecht ist ein hohes Gut in der Demokratie. Wer etwas verändern, bewegen, wer mitbestimmen will, muss es ausüben. Um das wiederum möglich zu machen, bedarf es der Wahlhelfer.“ Mit dieser simplen Formel begründet Maria Giese ihren Einsatz im Wahllokal. [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="2013" height="1164" src="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Hilft bei alle Wahlen: Maria Giese ist am 9. Juni wieder Vorsteherin im Fangschleuser Wahllokal. Foto: Anke Beißer" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797.jpg 2013w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-300x173.jpg 300w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-1024x592.jpg 1024w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-768x444.jpg 768w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-1536x888.jpg 1536w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2024/05/20240522_125855-scaled-e1716392562797-800x463.jpg 800w" sizes="(max-width: 2013px) 100vw, 2013px" /><p>„Das Wahlrecht ist ein hohes Gut in der Demokratie. Wer etwas verändern, bewegen, wer mitbestimmen will, muss es ausüben. Um das wiederum möglich zu machen, bedarf es der Wahlhelfer.“ Mit dieser simplen Formel begründet Maria Giese ihren Einsatz im Wahllokal. Und obwohl dieser anstrengend und in der Regel langwierig ist, will sie ihn auch aus einem anderen Grund nicht missen. Maria Giese trifft dabei auf ein inzwischen eingespieltes Team, das sich gemeinsam der Verantwortung stellt, die Wahl regelkonform über die Bühne zu bringen. Da wird zudem in Pausen natürlich miteinander und mit Wählern geplauscht. „Sicher, die Aufgabe ist fordernd, es bedarf besonders beim Auszählen über Stunden einer hohen Konzentration. Aber der Tag macht trotzdem richtig Spaß“, sagt die 38-Jährige.</p>
<p><strong>„Es hat einen Generationswechsel gegeben“</strong></p>
<p>Den Anstoß, sich in diesem Ehrenamt zu engagieren, kam vor zehn Jahren von ihrem damaligen Mann, Christoph Giese. Als Mitarbeiter des Grünheider Hauptamtes und somit auch der Wahlleitung war er an allen Wahl-Sonntagen im Dienst. Wenn auch sie sich engagiert, würde sie nicht alleine zu Hause sitzen, lautete sein Vorschlag. Maria Giese probierte es aus, lernte die Aufgaben kennen, schätzen und will sie schließlich nicht mehr missen. Seit 2014 ist die Fangschleuserin bei jeder Wahl im Anglerheim an der Werlseestraße mit am Start – erst als Beisitzerin und inzwischen als Vorsteherin. „Es hat einen Generationswechsel gegeben. Ich habe viel von den langjährigen Helfern gelernt, über die Jahren sind einige der älteren ausgeschieden und haben das Zepter weitergereicht.“ Maria Giese lobt die Zusammensetzung in der knapp zehnköpfigen Gruppe. Da gibt es zum Beispiel Uwe Flügel als Geschäftsmann und Fangschleuser Brauer, da gibt es den Jugendkoordinator Martin Wiegold, der immer wieder junge Leute als Helfer wirbt. „Ganz bunt halt“, sagt die 38-Jährige, die selbst beruflich in der Reha-Klinik für Medizin-Controlling und Qualitäts-Management verantwortlich ist.</p>
<p>Am 9. Juni – dem Tag der bundesweiten Europawahl sowie der Kommunalwahlen in Brandenburg – wird der ordnungsgemäße Ablauf in den zehn Grünheider Wahllokalen von insgesamt 90 Ehrenamtlern abgesichert. Hinzukommen 27 weitere in den drei Briefwahlvorständen. Sie werden vorab von der jeweiligen Wahlleitung berufen. Wenige Tage vor der Wahl gibt es für alle eine Schulung, bei der sie in Details der jeweiligen Abläufe eingewiesen werden.</p>
<p><strong>Maria Giese ist am Wahltag ab 7 Uhr am Start</strong></p>
<p>Am Wahltag selbst kommt Maria Giese mit dem aus dem Rathaus abgeholten Unterlagen und der Ausstattung fürs Wahllokal schon kurz nach 7 Uhr ins Anglerheim. Ist der Wahlvorstand gegen 7.30 Uhr vollständig, wird das Lokal eingerichtet. Dafür müssen Stühle und Tische gerückt, Muster der Stimmzettel an die Wände geklebt, die Wahlurnen aufgestellt und die Kabinen so platziert werden, dass niemand die Stimmabgabe beobachten kann. Das Lokal wird von außer gekennzeichnet und kontrolliert, ob es im unmittelbaren Umfeld Wahlwerbung gibt – die verboten ist. Punkt 8 Uhr öffnet das Wahllokal und wird auf den ersten Wähler gewartet. Der inspiziert die noch offenen Urnen, bevor diese in seinem Beisein versiegelt werden und ab dann bis 18 Uhr verschlossen bleiben. „Manchmal scherzt der erste, wo denn seine Blume bleibe. Das ist wohl eine Anspielung auf die DDR-Zeit, als es offenbar eine solche gab“, schmunzelt die Fangschleuserin.</p>
<p>An große Störungen einer Wahl kann sie sich nicht erinnern. Einmal habe jemand seinen Ausweis in der Kabine vergessen. „Er war schnell informiert und konnte ihn wieder abholen.“ Wenn das Lokal gut besetzt ist, ließe sich in Flauten für ein, zwei Helfer auch mal ein kurzes Beine-Vertreten oder Zuhause-Mittag-Essen einfügen. „Ich als Vorsteherin oder Martin Wiegold als Stellvertreter müssen aber immer vor Ort sein.“ Und 18 Uhr, wenn die öffentliche Auszählung beginnt, muss der Wahlvorstand komplett sein.</p>
<p><strong>Wird bei der Wahlbeteiligung mitgefiebert?</strong></p>
<p>Und wie erleben die Vorstände den Tag? Fiebern sie mit, was die Wahlbeteiligung anbelangt? Messen sie sich dabei mit den anderen Lokalen? „Manchmal heißt es schon, lasst Daumen drücken, dass wir um 12 die eine oder andere Schwelle überschreiten. Und ja, wir schauen schon, wie wir gegenüber den anderen Wahllokalen dastehen. Aber letztlich entzieht sich das ja unserem Einfluss und ist völlig belanglos.“</p>
<p>Die Auszählung selbst folgt dem vorgegebenen Rhythmus – diesmal Europawahl, Kreistagswahl, Gemeindevertretung sowie Ortsbeiräte. „Wir hatten bisher Lukas Haiß in unseren Reihen, der sich immer sehr strategisch ein System überlegt hat. Er ist diesmal nicht dabei, weil er selber zur Wahl steht“, erklärt die Wahlvorsteherin. Aber, sie habe ja von ihm gelernt. Allerdings sei ihr schon jetzt klar, dass es aufgrund der Vielzahl an Wahlen und der Menge an Wahlvorschlägen sowie dementsprechend großen Stimmzetteln ein ziemliches Gewusel geben wird.</p>
<p><strong>„Dann heißt es noch, alles wieder aufräumen &#8230;“</strong></p>
<p>Ist alles ausgezählt und auf Plausibilität geprüft, wird die Meldung telefonisch an in die Grünheider Wahlleitung übermittelt. „Dann heißt es noch, alles wieder aufräumen, die Unterlagen gemäß der Vorgaben verpacken und ins Rathaus bringen. Dort wandern sie für viele Jahre in den Keller.“</p>
<p>Und wie lange geht so ein Tag? Maria Gieses Rekord liegt bei 4 Uhr morgens. Ob es diesmal wieder so lange dauern wird, lasse sich schwer abschätzen. „Vielleicht frage ich vorab vorsichtshalber meinen Arbeitgeber, ob ich vielleicht am Montag ein, zwei Stunden später kommen kann und die dann nachhole“, überlegt die Grünheiderin. Aber letztlich staune sie jedes Mal, dass sie am Ende gar nicht so kaputt sei. „Es kommt mir nicht so lange vor, weil die Zeit wie im Flug vergeht, die Konzentration einen wach hält und der Spaß überwiegt.“ <em>(Anke Beißer)</em></p>
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		<title>Vorbereitung auf die Kommunalwahl &#8211; penibelste Planung und Kreativität sind gefragt</title>
		<link>https://www.gruenheide-im-blick.de/vorbereitung-auf-die-kommunalwahl-von-penibelster-planung-bis-hin-zu-kreativitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anke Beißer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 09:46:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="2116" height="1288" src="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Halten die Fäden für Wahlen in der Hand: Grünheides Hauptamtsleiter Christoph Giese und sein Mitarbeiter Tom Uhlitz Foto: Anke Beißer" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184.jpg 2116w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-300x183.jpg 300w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-1024x623.jpg 1024w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-768x467.jpg 768w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-1536x935.jpg 1536w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-2048x1247.jpg 2048w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-800x487.jpg 800w" sizes="(max-width: 2116px) 100vw, 2116px" />Am 9. Juni 2024 wird in Brandenburg wieder an die Wahlurnen gerufen. Auch wenn es sich anhört, als ob das noch in weiter Zukunft liegt – für jene, die den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen verantworten, nimmt die Organisation langsam Fahrt [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="2116" height="1288" src="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Halten die Fäden für Wahlen in der Hand: Grünheides Hauptamtsleiter Christoph Giese und sein Mitarbeiter Tom Uhlitz Foto: Anke Beißer" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184.jpg 2116w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-300x183.jpg 300w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-1024x623.jpg 1024w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-768x467.jpg 768w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-1536x935.jpg 1536w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-2048x1247.jpg 2048w, https://www.gruenheide-im-blick.de/wp-content/uploads/2023/11/Wahlleiter3-scaled-e1698851730184-800x487.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 2116px) 100vw, 2116px" /><p>Am 9. Juni 2024 wird in Brandenburg wieder an die Wahlurnen gerufen. Auch wenn es sich anhört, als ob das noch in weiter Zukunft liegt – für jene, die den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen verantworten, nimmt die Organisation langsam Fahrt auf.  Die neuralgischen Termine sind im Kalender rot markiert, die ersten, öffentlich wirksamen Schritte werden zurückgelegt.</p>
<p>Im Grünheider Rathaus ist Hauptamtsleiter Christoph Giese aus der laufenden Legislatur noch als Wahlleiter benannt. Das soll in der Dezembersitzung der Gemeindevertretung für den bevorstehenden Urnengang erneuert werden. Gleiches gilt für seinen Stellvertreter in der Funktion, Tom Uhlitz, Mitarbeiter der inneren Verwaltung. Zudem bedarf es der Wahlkreiseinteilung. Von der Einwohnerzahl her könnte die Gemeinde bis zu vier bilden, hat es bisher aber stets bei einem belassen. Und da es sich um einen sehr arbeits-intensiven Wahltag handeln wird, soll auch über ein erhöhtes sogenanntes Erfrischungsgeld befunden werden. „Neben unseren eigenen Wahlen für die Gemeindevertretung und die Ortsbeiräte werden die für den Kreistag und das Europaparlament abgehalten“, erläutert Giese. Das Land Brandenburg sieht für jeden Wahlhelfer 25 Euro Erfrischungsgeld vor, für den Wahlvorsteher 35. Schon bei vorangegangenen Wahlen mit erheblichem Aufwand hatte Grünheide diese Summe aufgestockt.</p>
<p><strong>Auf die Wahlhelfer wartet ein langer Wahl-Tag</strong></p>
<p>Denn der Tag wird lang für die Ehrenamtler. Von 8 bis 18 Uhr sind am 9. Juni die Wahllokale geöffnet, dann beginnt der Marathon des Auszählens für die vier Urnengänge. „Da ist nicht nur körperlich Kondition gefragt, sondern vor allem geistige. Zumal auf unterschiedliche Art und Weise gewählt und somit gezählt wird.“ Bei der Europawahl gibt es Erst- und Zweitstimme, bei den drei anderen – diese sind Direktwahlen – jeweils drei Stimmen. Giese erinnert sich an die letzte Kommunalwahl, als das letzte Wahllokal erst am Montag, um 6.30 Uhr, sein Ergebnis gemeldet hatte. „Da waren wir als Wahlleitung im Rathaus noch nicht fertig, mussten die Zahlen ja noch einpflegen.“ 10 Uhr sei er kurz nach Hause, um ab 12 Uhr wieder am Schreibtisch zu sein. Am Wahl-Sonntag gestartet war er um 5 Uhr. Christoph Giese würde es begrüßen, wenn auf die Belastung seitens der Terminierung der Wahlen mehr Rücksicht genommen würde. Die Landtagswahl am 22. September 2024 werde da wohl vergleichsweise entspannt ablaufen.</p>
<p>Bei dem Pensum wünscht sich Giese natürlich möglichst viele Helfer, um zumindest tagsüber in den Lokalen in Schichten arbeiten zu können. Er peilt neun Ehrenamtler je Wahllokal an, von denen tagsüber jeweils fünf vor Ort sein müssten – damit die Kraft fürs Auszählen danach reicht. Zur Europa- und Kommunalwahl wird es diesmal übrigens ein Lokal mehr geben. Um eine ungefähre Gleichverteilung beim Wähleraufkommen zu schaffen, soll Kagel künftig mit zwei Anlaufpunkten vertreten sein. Neben dem Bürgerhaus soll das neue Vereinsheim im Manni-Park für die Stimmabgabe zur Verfügung stehen. Damit kommt die Gemeinde auf zehn Wahlvorstände in Urnenlokalen und drei Briefwahlvorstände.</p>
<p><strong>Bauhof steht als &#8222;schnelle Eingreiftruppe&#8220; parat</strong></p>
<p>Die Aufgaben in dem Ehrenamt sind vielfältig. Am Dienstag vor der Wahlen wird in der Regel eine Schulung angeboten. Am Wahltag sorgen die Helfer für den ordnungsgemäßen Ablauf. Dazu zählt der akkurate Blick, ob in der Bannmeile unerlaubt Wahlwerbung platziert ist, ebenso wie die Kontrolle der Wahlkabinen und öffentlichen Toiletten, ob hier Sticker geklebt oder zum Beispiel Werbe-Kugelschreiber liegen geblieben sind. „Manch einer ist da sehr kreativ“, sagt Giese. Falls Abhilfe geschaffen werden muss, stehe der Bauhof als „schnelle Eingreiftruppe“ parat.</p>
<p>Bis zum Wahltag ist aber noch Zeit und viel zu tun. Eine der großen Herausforderungen rankt sich um die Stimmzettel. Bis zum 4. April, 12 Uhr, dem finalen Abgabetermin für die Wahlvorschläge und der anschließenden Prüfung durch den Wahlausschuss, können sie nicht in Auftrag gegeben werden. Zwar kann schon die Farbe ausgewählt werden, aber noch nicht einmal das Format.  Dabei können sich Hürden auftun, die ein Außenstehender gar nicht ahnt. Denn Papier wird bezüglich der Farbe periodisch hergestellt, nicht zu jeder Zeit sind alle Varianten erhältlich oder kann bei Bedarf nachbestellt werden. „Das war bei Briefumschlägen mal zum Problem geworden. Wir brauchten mehr grüne, wurden aber nicht fündig“, erinnert sich der Amtsleiter. Und das, obwohl der Markt auch auf dem Gebiet mittlerweile weltweit zu betrachten ist. Es sei noch einmal gut gegangen, allerdings mit erheblichem Aufwand: Statt eingefärbtes Papier nur mit der Aufschrift zu versehen, musste weißes zuerst vollflächig grün bedruckt. Auf solche Schwierigkeiten lässt sich vorab natürlich schlecht einstellen. Hier ist dann, selbst bei penibelst geplanten Wahlen, Kreativität gefragt. <em>(Anke Beißer)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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