Umfängliche Sanitär-Strangsanierung des ersten Wohnblocks in Freienbrink gestartet

Vor zwei Jahren waren sie schon einmal ein Thema: Sanierungsarbeiten an den 1972 errichteten Wohnblöcke 17 und 18 in der Freienbrinker Dorfstraße. 60.000 Euro lagen dafür bereit. Aber: Beim genauen Hinsehen wurde klar, der ursprünglich geplante Austausch der Kellergrundleitungen muss aufgrund der weitreichenden Schäden auf das gesamte Gebäude (vertikale Steigleitungen und Bäder) erweitert werden. Deshalb haben die Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung im Jahr 2025 die komplette Strangsanierung (Sanitär) beschlossen. Das Bau-Budget wurde dabei mit 960.000 Euro veranschlagt.

Block 18 ist zuerst an der Reihe

Zuerst ist der Block 18 (insgesamt 24 Wohnungen) mit seinen vier Aufgängen und jeweils zwei Strängen und wiederum drei je Strang angebundenen Wohnungen an der Reihe. Begonnen wurde im März, wie es aus dem Hochbauamt heißt. Es geht um die Strangsanierung der Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie die Instandsetzung der Bäder einschließlich der Fliesenarbeiten und Objekterneuerung. Den Mietern wird für die Zeit der Arbeiten je Wohneinheit ein Sanitär-Container zur Verfügung gestellt.

Schäden größer als ursprünglich angenommen

Im Beschlusstext der Gemeindevertreter ist folgende Erläuterung nachzulesen: „Die Instandhaltungsmaßnahme beinhaltet den kompletten Austausch der Trinkwasserleitungen (Warmwasser-, Zirkulation- und Kaltwasserleitungen) und der Schmutzwasserleitungen in den Gebäuden. Die vorhandenen Bestandsleitungen (hauptsächlich verzinktes Stahlrohr) haben ihr technisches Lebensalter überschritten. Die Havariehäufigkeit und das Havarierisiko sind als sehr hoch zu bewerten. Der zwingend notwendige Austausch aller Leitungen beginnt im Keller mit der Kellerverteilung und den Waschmaschinenräumen sowie den Steigleitungen im Schacht bis in die Bäder der jeweiligen Wohnungen. Im Zuge der Strangsanierung muss das gesamte Bad mit Schacht, Fliesen und Sanitärobjekten im bewohnten Zustand erneuert werden. Die strangweise Sanierung wird durch Stellung von Sanitärcontainern für die jeweils betroffenen Bewohner ermöglicht.“

Bad-Container sind aufgestellt

Mitte Februar haben bereits die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Dazu zählen auch Tiefbauarbeiten zur Wasser- und Stromversorgung bzw. Wasserentsorgung der Bad-Container, die zwischen den beiden Blöcken aufgestellt werden, und die Vorbereitungen im Keller für den Austausch der Wasserleitungen.

Ein Monat je Strang

Claudia Bela, die sich seitens der Verwaltung um das Vorhaben kümmert, rechnet vor, dass pro Strang etwa vier Wochen eingeplant sind. „In diesem Zeitraum werden die Bäder komplett erneuert, Sanitär-, Heizungs-, Fliesenlege-, Maler- und Elektroarbeiten erledigt.“ In geringerem Maße seien auch die Küchen durch die anliegenden Wasser- und Abwasseranschlüsse betroffen. „Die Mieter wurden Ende Oktober über die Strangsanierung informiert, am 11. November fand eine Bestandserfassung in den Wohnungen statt und am 25. November eine Mieterinformationsveranstaltung im Bürgerhaus Spreeau mit ausführlichen Informationen und der Möglichkeit, Fragen zu stellen.“

Die Wohnungen der Dorfstraße 17 sollen in derselben Art wie die in Block 18 im Jahr 2027 instandgesetzt werden. (Anke Beißer)