Bürgerbeteiligung zum Planentwurf „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ läuft

Bereit zur Einsicht: Im Rathaus können die Unterlagen zum Entwurf für den Bebauungsplan 63 „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ in Ruhe durchgearbeitet werden. Foto: Pauline Thiel
Bereit zur Einsicht: Im Rathaus können die Unterlagen zum Entwurf für den Bebauungsplan 63 „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ in Ruhe durchgearbeitet werden. Foto: Pauline Thiel

Das Verfahren für den Bebauungsplan 63 „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ ist in die nächste Runde gegangen. Nach der Offenlegung des Vorentwurfs im Frühjahr und der anschließenden Beschäftigung der Gemeindevertreter mit dem Papier wurden die hieraus resultierenden Änderungen aufgenommen und der Entwurf erarbeitet. Dieser befindet sich seit dem 9. September abermals in der Auslegung. Die Öffentlichkeit hat noch bis zum 9. Oktober die Möglichkeit, Einsicht in die Unterlagen zu nehmen und sich mit Anregungen und Bedenken zu dem Planentwurf zu äußern. In dem Zuge läuft auch die Beteiligung der sogenannten Träger öffentlicher Belange.

Satzungsbeschluss im Dezember anvisiert

Erklärtes Ziel ist, den Verfahrensschritt bis zum Dezember abzuschließen und in der letzten ordentlichen Gemeindevertretersitzung des Jahres 2026 (voraussichtlich am 10. Dezember) den erforderlichen Satzungsbeschluss zu fassen. Damit das Projekt umgesetzt werden kann, steht dann noch die behördliche Genehmigung aus. Wie es aus dem Grünheider Rathaus heißt, ist „die Fertigstellung der Personenüberführung für Ende 2028 geplant.“

Geltungsbereich Bebauungsplan Nr. 63 „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ (rot umrandet) (© GeoBasis-DE/LGB 2026)
Geltungsbereich Bebauungsplan Nr. 63 „Hangelsberg Personenüberführung und Bahnhofsumfeld“ (rot umrandet) (© GeoBasis-DE/LGB 2026)

Unterschiedliche Möglichkeiten der Einsichtnahme

Wer in die Unterlagen Einsicht nehmen möchte, hat dafür unterschiedliche Möglichkeiten. Der Entwurf des Bebauungsplanes mit der Begründung, dem Umweltbericht, den wesentlichen bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen sowie der Verkehrsanlagenplanung als Anlage sind im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung laut der Bekanntmachung der Gemeinde im Internet auf folgenden Seiten einsehbar:
https://www.geoportal-gruenheide.de/auslegungen.php
https://bb.beteiligung.diplanung.de
Auf der Gemeinde-Homepage ist der Weg dorthin im Bürgerservice, Stichwort Bauleitplanung und dort Planverfahren hinterlegt.

Terminvereinbarung möglich

Wer die Unterlagen analog einsehen möchte, hat dazu während der Öffnungszeiten des Rathauses die Gelegenheit – montags bis freitags in der Zeit von 6 bis 12 Uhr, außerdem montags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 15 sowie dienstags von 13 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeitfenster bedarf es einer Terminvereinbarung, telefonisch unter 03362 5088-410 oder per Mail an bauleitplanung@gemeinde-gruenheide.de.

Stellungnahme per Mail, Brief und zur Niederschrift 

Wer eine Stellungnahme abgeben möchte, kann dies elektronisch erledigen, zum Beispiel über das Geoportal oder wiederum per Mail. Diese geht an stellungnahmen@gemeinde-gruenheide.de. Schriftliche Stellungnahmen können aber auch an Gemeinde Grünheide (Mark), Am Marktplatz 1, 15537 Grünheide (Mark) gesandt oder dort abgegeben werden. Zudem ist es möglich, im Rathaus eine Niederschrift anfertigen zu lassen.

Gegenstand der Planung: Das Bahnhofsumfeld in Hangelsberg soll neu gestaltet werden, der beschrankte Bahnübergang soll verschwinden. Foto: Anke Beißer
Gegenstand der Planung: Das Bahnhofsumfeld in Hangelsberg soll neu gestaltet werden, der beschrankte Bahnübergang soll verschwinden. Foto: Anke Beißer

Worum geht es in dem Bebauungsplan?

Im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder), der künftig noch stärkeren Belegung der Strecke sowie der Entwicklung des Greenworkparks nördlich der Trasse samt des bereits in Betrieb gegangenen neuen Grundschulstandortes in Hangelsberg soll der beschrankte Bahnübergang verschwinden. Um eine sichere Querung der Gleise zu gewährleisten, soll eine neue Möglichkeit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Diese sollen künftig über beidseitige Rampen und eine Brücke geleitet werden. Für den Autoverkehr wird in einem gesonderten Projekt eine neue Straße, ebenfalls mit einem Brückenbauwerk über die Bahntrasse, westlich von Hangelsberg gebaut.

Neben der „Personenüberführung“ ist außerdem die Neuordnung des Bahnhofsumfeldes Gegenstand der Planung – von Bushalten über Parkplätze bis hin zu Fahrradabstellmöglichkeiten in Boxen und an Bügeln. (Anke Beißer)