Wetter und Motivation haben beim diesjährigen Frühjahrsputz vom 17. bis 19. April in Grünheide auf jeden Fall gepasst. Bereits am Freitag waren einige Container schon halb gefüllt. Ein Dank dafür schicken die Initiatoren vom GrünheideNetzWerk e.V. vor allem an die Kinder der Kita Waldspatzen in Hangelsberg, die mit Hilfe der Eltern ihre Spielumgebung vom Müll befreit und dabei viel für sich gelernt haben.
Waldspatzen im Hangelwald unterwegs
Die Kita Waldspatzen hat übrigens erstmals an „Grünheide putzt sich raus“ teilgenommen. „Die Aktion startete ja immer erst am Freitagnachmittag und das war für uns nicht möglich“, sagt Leiterin Melanie Lippke. Also wurde nach einem „Frühstart“ gefragt und vom GrünheideNetzWerk dafür gesorgt, dass die Container schon am Freitagmorgen geöffnet waren. „Wir bekamen wir vom Ortsvorsteher Marten Lange-Siebenthaler zugewiesen, wo wir sammeln konnten.“ Und so schwirrten die Mädchen und Jungen in den Hangelwald zwischen Kita und Kirche aus und befreiten das Areal vom Müll.

„Wir gingen mit den Kindern dorthin und in die nähere Umgebung der Kita. Dabei lernten sie spielerisch, wie wichtig Umweltschutz und ein achtsamer Umgang mit unserer Natur sind“, erzählt Melanie Lippke. „Das Thema haben wir vorher in Morgenkreisen und im Kitaalltag besprochen, schauten uns Bücher sowie Bildkarten dazu an und werden natürlich weiterhin das Thema Müll und Umweltschutz in unseren Alltag integrieren.“
Unterstützung auch durch die Eltern
Dank eines Aufrufs an die Eltern und deren darauffolgender Unterstützung konnten die Waldspatzen – vom Krippen- bis zum Kita-Kind – mit ausreichend Handschuhen, Müllsäcken und Müllgreifern ausgestattet werden. Jede der vier Gruppen hat am Ende reichlich Säcke in den Container gehievt.
Überall fleißige Sammler gesichtet
Der Ortsteil Altbuchhorst hat seine Tonne ebenfalls komplett gefüllt und im Ortskern Grünheide sah man am Freitagnachmittag zahlreiche Tesla-Mitarbeiter ausgerüstet mit Warnweste, Müllsack und Greifern den Marktplatz säubern.
Auftakt mit Kuchen, Getränken und frischem Grün
Zur selben Zeit verteilte das GrünheideNetzWerk zum Auftakt auf dem Marktplatz Müllsäcke und Handschuhe an die Bewohner, aber auch Kuchen und Getränke. Es gab frisch Gegrilltes und Salate – gesponsert von TESLA. Besonderen Anklang fand die zeitgleich angebotene zweite Grünheider Pflanzentausch- und -verschenkbörse.
Verletzungsgefahr minimiert
Am Samstag konnte man dann in vielen Ortsteilen fleißige Helfer entdecken. Am Ufer des Werlsees wurden Steine aus dem Wasser geholt, die die Badegäste verletzen würden. Vor der Grünheider Kirche „Zum guten Hirten“ wurde die Mauer von Moos und Dreck befreit. Der Fahrradweg zwischen Altbuchhorst und Kagel wurde komplett von Müll beräumt und in Hangelsberg wurden der Schulcampus und der Bereich um den Sportplatz gereinigt. Interessante Dinge wurden sicher wieder dabei gefunden. Stühle, Flaschen, Zigarettenschachteln und Bauschutt lagen achtlos in der Natur.
Wirkung zeichnet sich ab
„Insgesamt sah Grünheide jedoch deutlich sauberer aus, als in den Jahren zuvor“, so die grobe Einschätzung von Jörg Oswald, Mitstreiter vom GrünheideNetzWerk. Vielleicht hat sich die jährliche Putzaktion schon bewährt und den Blick für Sauberkeit geschärft. Es ist doch wirklich viel schöner, von sauberer Natur umgeben zu sein.
Nächste Aktion erst wieder im Frühling 2027
Im Jahr 2026 wird es erstmals keinen Herbstputz mehr geben. Umso mehr erfreut es, dass sich im Frühjahr so viele Menschen beteiligt haben. Danke dafür. (Brit Oswald/AB)

