Grünheide hat in diesem Jahr beim Stadtradeln in die Pedale getreten wie nur zuvor. Zwar kann es sein, dass immer nochmal ein paar Kilometer nachgetragen werden, für das großartige Ergebnis ist das aber marginal, denn das ist auch so erreicht.
Große Steigerung gegenüber dem Vorjahr
Sage und schreibe 36.316 Kilometer waren am Ende des diesjährigen STADRADEL-Zeitraums (14. Juni bis 4. Juli) angeschrieben. Damit wurde das Vorjahresergebnis um fast 12.000 Kilometer (!) übertroffen. Das entspricht in etwa einer Flugreise von Grünheide bis nach Buenos Aires in Argentinien. Und jeden Kilometer des Gesamtergebnisses aneinandergereiht, ergibt sich eine Flugreise über Singapur nach Sydney und zurück.
Teilnehmerzahl weiter angewachsen
Möglich wurde all das, weil in diesem Jahr noch einmal mehr Teilnehmende für die Aktion begeistert werden konnten. Die Zahl ist von 122 im Vorjahr auf 232 gestiegen. Den größten Anteil hieran hat die Gerhart-Hauptmann-Grundschule. Denn allein sie schlägt schon mal mit 152 aktiven Radlern zu Buche. Und jeder von ihnen hat in den 21 Tagen durchschnittlich 113 Kilometer beigetragen. Im – noch nicht offiziellen – Endergebnis bedeutet das 17.277 Kilometer. Damit hat die Schule nicht nur sämtliche Grünheider Teams abgehängt (GIGA Spin 5625 und Median Klinik 5351 Kilometer), sondern sogar im gesamten Landkreis vor der Bürgelschule Schöneiche (15.334 km) und den Chicken Nuggets aus Erkner (7.429) die Nase vorn. Wie gesagt, es ist ein vorläufiges Ergebnis, weil womöglich noch im Detail nachgetragen wird. (Zum aktuellen Stand für Grünheide geht es hier und zum Landkreis hier.)
14 von 21 Klassen saßen im Sattel
Laut dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Coordes sind 14 von 21 Klassen in den Wettbewerb eingestiegen. Sie bekommen eine Urkunde, und möglicherweise wird es auch auf Klassenebene selbst noch interne Wertschätzungen geben. Die Schulwertung gewonnen hat die Klasse 2 b mit 4132 km, gefolgt von der 4 d (3659) und der 4c (2917) – wie bei allen Teilnehmenden tatkräftig unterstützt von Lehrkräften und Eltern. Bei den Einzelwertungen sind auf den Treppchenplätzen 1064, 806 und 760 Kilometer notiert – alle samt von Erwachsenen erstrampelt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Coordes. „Um die Motivation auch für das nächste Jahr aufrecht zu erhalten, wäre es wunderbar, wenn wir mit einer anderen Institution in den Wettbewerb treten könnten. Vielleicht springt am Ende etwas für die Kinder heraus? In Schöneiche zum Beispiel tritt eine Grundschule gegen einen Eisladen an, bei einem Sieg der Grundschule erhalten die Kinder eine Aufmerksamkeit.“
Berliner Rand hat in Oder-Spree die Nase vor
Was das STADRADELN 2026 gezeigt hat: Der Berliner Rand war wieder am aktivsten dabei und sicherte sich die Plätze 1 bis 3 im Kreismaßstab. Dabei konnte Schöneiche mit rund 59.600 Kilometern das Ergebnis vom Vorjahr quasi punktgenau wiederholen und erneut ungefährdet den Spitzenwert einfahren. Dahinter aber liegt diesmal Grünheide. Die Gemeinde hat die Nachbarstadt Erkner (31.870) diesmal abgehängt und die Platzierung gedreht.
„Einfach toll.“
Das Endergebnis wird zeigen, ob es bei alledem bleibt. Unabhängig davon ist Diana Nolander, Koordinatorin für das STADTRADELN in der Gemeinde Grünheide, durchaus stolz darauf, wie die 2026er-Ausgabe gelaufen ist. „Dass die Grundschule daraus sogar einen internen Wettbewerb gemacht hat, ist einfach toll.“ In welchem Rahmen die Auswertung und Prämierung erfolgt, ob auf Kreisebene oder bei einem Fest der Gemeinde, ist noch nicht bekannt. (Anke Beißer)


