Auf dem Weg zum Erholungsort: Grünheide setzt auf Angebote für Einheimische und Gäste

Wie soll sich Grünheide touristisch entwickeln? Ein Workshop sollte hierfür Ansätze für attraktive Angebote liefern. Am 25. März 2026 war es so weit. Im Wirtshaus Heidereuter am Peetzsee trafen sich Interessierte, um ihre Gedanken zum Thema Tourismus in Grünheide sowie zur angestrebten Anerkennung als Erholungsort zusammen zu tragen. Dazu eingeladen hatte Bürgermeister Arne Christiani, der die Veranstaltung mit einer Einordnung des Vorhabens „Anerkannter Erholungsort“ eröffnete.

Ziele als Leitfrage des Abends

Im Anschluss stellte das mit der Erarbeitung des Erholungsortkonzepts für Grünheide beauftragte Planungsbüro Tourismusplan B den aktuellen Stand vor. Präsentiert wurden sowohl die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe als auch Analysen der örtlichen Gegebenheiten sowie die Resultate der Online-Befragungen aus dem vergangenen Winter. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in definierte Zielgruppen und das zugrunde liegende Wertesystem mit besonderem Fokus auf einen nachhaltigen Tourismus für Einheimische und Gäste. Leitfrage des Abends war: „Welche Ziele wollen wir als Erholungsort erreichen?“

Fachkompetenz: Andreas Lorenz, Geschäftsführer Tourismusplan B, führte als Moderator durch den Workshop. Foto: Diana Nolander
Fachkompetenz: Andreas Lorenz, Geschäftsführer Tourismusplan B, führte als Moderator durch den Workshop. Foto: Diana Nolander

Ideensammlung als Ergebnis von Gruppenarbeit

Im weiteren Verlauf arbeiteten die Teilnehmenden in drei Gruppen an einer Ideensammlung zu den Erlebniswelten „Grünheide Outdoor“, „Familienerlebnisse“ und „Dorfleben“. Ziel war es, attraktive Angebote für Einheimische und Gäste gleichermaßen zu entwickeln. Die Bandbreite der eingebrachten Themen und Vorschläge war groß. Insgesamt nahmen 27 Personen teil – von einer Praktikantin in einer Jugendeinrichtung bis hin zu erfahrenen Ortschronisten – und sorgten damit für eine vielfältige Perspektive. Genannt wurden eine Försterführung, eine Gravel-Bike-Tour sowie eine Seerunde für Spätaufsteher – drei Beispiele, die Diana Nolander Tourismusmanagerin von Grünheide, gern aufgreifen und als neue Angebote definieren und ausbauen würde. Ganz konkret ging es zudem um Orte wie Klein Wall, die Möllensee-Runde und das Löcknitztal. Als wichtige Partner wurden die Gemeinde, der Forstbetrieb, das Störitzland, der Tourismusverband sowie Vereine benannt.

Bunte Zettel bedeuten bunte Idee: Im Workshop wurden allerhand Anregungen zusammen getragen. Foto: Diana Nolander/Montage: Anke Beißer
Bunte Zettel bedeuten bunte Idee: Im Workshop wurden allerhand Anregungen zusammen getragen. Foto: Diana Nolander/Montage: Anke Beißer

Nach der Veranstaltung werden die gesammelten Ideen nun ausgewertet und in konkrete Projekte überführt. Diese werden von Tourismusplan B aufbereitet und anschließend in der Rathaus-Arbeitsgruppe weiter beraten. Bis Mai soll das Konzept finalisiert werden und als praxisnaher Leitfaden für die Weiterentwicklung und Gestaltung eines attraktiven touristischen Angebots für Einheimische und Gäste in Grünheide dienen.

Konzept ist weiter im Werden – Idee willkommen

Interessierte, die weitere Ideen zum Thema Erholungsort einbringen möchten, können sich an die Tourismusmanagerin der Gemeinde, Diana Nolander, wenden.

Partner für neue Angebote gesucht 

Zudem werden aktuell Veranstalter für Gesundheits- und Fitnessangebote sowie für geführte Wanderungen gesucht. Wünschenswert sind insbesondere thematisch ausgerichtete Touren, etwa zur Ortsgeschichte oder mit Schwerpunkten auf Kräuter- und Naturkunde. Solche aktiven Angebote sollen künftig in Kooperation mit der örtlichen Tourist-Information im Veranstaltungskalender berücksichtigt werden. Interessierte aus der Region können sich ebenfalls an Frau Nolander oder die Tourist-Information wenden, um Konditionen und Angebote abzustimmen. (DN)