Neuer Bahnhof Fangschleuse – Inbetriebnahme am 14./15. August – Anbindung ist bereit

Die Baustelle für den neuen Bahnhof Fangschleuse ändert jeden Tag ihr Aussehen. Und das Bild, dass der moderne Verkehrshalt Mitte der Woche abgab, wird mit dem zur Inbetriebnahme am 14. August und sowie beim Halt des ersten Zugen am frühen Morgen des 15. August mit Sicherheit zumindest zum Teil nichts mehr gemein haben. Schon vor den Ferien lagen zudem den Schulen die Busfahrpläne vor, die von nicht unerheblichen Veränderungen durchzogen sind. Aber dazu später.

Bauprojekt zieht sich bist in kommende Jahr 

Wie angekündigt, werden sich an dem Standort vor allem die Bauarbeiten an den Straßen und Radwegen noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Die Funktionsfähigkeit wird jedoch Mitte August hergestellt sein. Busbahnhof, Parkdeck für Krads und Autos, der Bahnhof an sich und die Zuwegung für Radfahrer aus Richtung Norden sollen dann für die Nutzung freigegeben sein.

Zufriedenstellender Verlauf

Bekanntlich liegt die Herrichtung des Bahnhofsvorplatzes samt Busbahnhof und Parkflächen für die Bahnnutzer in der Hand der Gemeinde. Bei einem Gang über die Baustelle zeigte sich Bettina von Jutrzenka, im Rathaus für den Tiefbau und somit für den Teil der Großbaustelle zuständig, zufrieden mit dem Verlauf. „Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Bauträgern und den entsprechend vielen Firmen hat sehr gut funktioniert.“ Auch die Kosten seien im Rahmen geblieben.

Wie ist der Stand der Dinge?

Stichwort Radwegeanbindung: Die Trasse aus Richtung Gottesbrück ist fertiggestellt. Sie ist markiert und auch die Beleuchtung installiert. „Er wird durch die Gemeinde am 14. August freigegeben.“ Um den Anschluss an den Bahnhof kümmere sich die DB InfraGo AG (DB). Weil aktuell noch kein Platz für den Bike & Ride-Platz (insgesamt 150 Stellplätze, sowohl Freiluft als in abschließbarer, wettergeschützer Großraumbox) ist, hole die DB am Tag zuvor die noch am alten Bahnhof Fangschleuse befindlichen Fahrradständer zwischenzeitlich an den neuen Standort, um wildes Abstellen an Bauzäunen zu verhindern. Der B&R-Platz werde dann voraussichtlich ab März hergerichtet.

Schnurstracks durch den Wald: Der Radweg zwischen Gottesbrück und neuem Bahnhof Fangschleuse ist quasi fertig. Er soll am 14. August freigegeben werden. Foto: Anke Beißer
Schnurstracks durch den Wald: Der Radweg zwischen Gottesbrück und neuem Bahnhof Fangschleuse ist quasi fertig. Er soll am 14. August freigegeben werden. Foto: Anke Beißer

Nächster Radweg kommt hinzu

Der nördliche Radweg parallel zu den Gleisen werde bis zum Jahresende bekanntlich als Baustraße genutzt. Erst danach lässt die Gemeinde die Beleuchtung installieren. „Ich gehe davon aus, dass der Weg dann im Frühjahr 2027 genutzt werden kann“, sagt die Rathausmitarbeiterin.

Radweg aus Richtung Süden: Tesla stellt den Lückenschluss zwischen Tesla-Radweg und Bahnhofsvorplatz her. Der Weg wird trassiert (Foto links), die Anbindung ist markiert (Foto rechts). Foto/Montage: Anke Beißer
Radweg aus Richtung Süden: Tesla stellt den Lückenschluss zwischen Tesla-Radweg und Bahnhofsvorplatz her. Der Weg wird gerade trassiert (Foto links), die Anbindung ist markiert (Foto rechts). Foto/Montage: Anke Beißer

Fahrradabstellplatz soll im Herbst entstehen

Im südlichen Bereich ensteht ebenfalls eine B&R-Anlage, allerdings wird der Platz derzeit noch für die Baustelleneinrichtung genutzt. Die 50 Plätze (ebenfalls zum Teil wettergeschützt) sollen noch im Herbst hergerichtet werden.

Übergangslösung: Wo künftig der Bike&Ride-Platz Süd Platz findet, steht aktuell noch ein Silo. Foto: Anke Beißer
Übergangslösung: Wo künftig der Bike&Ride-Platz Süd zu finden sein wird, steht aktuell noch ein Silo. Foto: Anke Beißer

Um die Erreichbarkeit des Bahnhofs von Süden aus zu gewährleisten, lässt Tesla gerade die Lücke zwischen dem „Tesla-Radweg“ (auf der Alten Poststraße, Verbindung nach Erkner-Karutzhöhe-Neu Buchhorst) und dem neuen Bahnhof schließen. Der Weg führt parallel zur Autobahn, knickt dann im rechten Winkel nach Osten ab und wird erst einmal an den Bahnhofsvorplatz angebunden.

Baustraßen sorgen übergangsweise für die Anbindung

Stichwort Straßenanbindung: Hier wird auch mit der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofes noch viel über die derzeitigen Baustraßen laufen. Im Süden, parallel zu den Bahnsteigen, ist ein Sandrücken gut zu erkennen. Dieser bildet den Grundstock für die künftige Landestraße, die über das bereits begonnene Brückenbauwerk – es ist Teil des Fußgängertunnels und am Klinker in der Unterführung zu erkennen – am Bahnhof vorbei führt  und künftig in den Anschluss an die Autobahn mündet. Andere Baustraßenabschnitte werden in Kürze begonnen zurückzubauen, damit die Gemeinde – voraussichtlich im Oktober – mit dem Bau des Park&Ride-Platzes starten kann. Er soll im Juli 2027 fertig sein. Bis dahin stehen den Fahrgästen die Stellflächen auf dem doppelten Parkdeck zur Verfügung.

Farbtupfer für das Parkdeck: Die zweigeschossige Anlage ist von frischem Rindenmulch umgeben und wurde bepflanzt. Weitere Gehölze folgen. Foto: Anke Beißer
Farbtupfer für das Parkdeck: Die zweigeschossige Anlage ist von frischem Rindenmulch umgeben und wurde bepflanzt. Weitere Gehölze folgen. Foto: Anke Beißer

Zuerst nur von Süden mit dem Auto erreichbar

Mit Inbetriebnahme des Bahnhofs ist dieser mit Auto und Krad, wie angekündigt, erst einmal nur von Süden her erreichbar – über die große Ampelkreuzung (vormals Freienbrinker/Hangelsberger Kreisel). Später geht es aus Richtung Norden über die Bahnbrücke, die gerade gebaut wird, und dann weiter westlich zum Bahnhof. Wegen der Sperrung des alten Bahnübergangs bleibt den Bahnreisenden aus Richtung Norden, die motorisiert zum RE kommen, nur die beschriebene Umfahrung.

Neues Straßenstück muss noch her: Von der Baustraße wird die Zufahrt zum Parkdeck und für die Busse zu den Halteinseln gebaut. Foto: Anke Beißer
Neues Straßenstück muss noch her: Von der Baustraße wird die Zufahrt zum Parkdeck und für die Busse zu den Halteinseln gebaut. Foto: Anke Beißer

Selbst die Papierkörbe sind schon da

Stichwort Busverkehr: Die Haltestellen für die Busse und das Häuschen mit dem Aufenthaltsraum für die Busfahrer sind ebenfalls fertig. Selbst die Papierkörbe, Bänke und ein Teil der Gehölze sind schon an ihrem Platz, sodass das Ergebnis der Computer-Simulation aus der Planungsphase verblüffend ähnlich sieht. Ebenfalls bereit zu Nutzung ist der Kiss&Ride-Bereich. Allerdings wird er zunächst anderweitig, und zwar als Aufstellfläche für die Werksbusse der Gigafactory genutzt. „Die finale Fläche ist noch nicht fertig hergerichtet“, erläutert Bettina von Jutrzenka. Zudem werde auch der Zugangsbereich für die Tesla-Mitarbeiter noch gebaut. Sie sollen künftig im Anschluss an den Bahnhofsvorplatz durch Drehtore aufs eingezäunte Gelände gelangen, sich dabei registirieren und danach von einem internen Bushalt an den Arbeitsort fahren. Der Busshuttle sei eine temporäre Lösung, bis mit dem Ausbau des Werkes der Schienen-Shuttle wieder in den Fokus rückt.

Nur der Fahrplan fehlt noch: Der Busbahnhof sieht aus, als wenn jeden Moment der erste Bus angefahren kommt. Foto: Anke Beißer
Nur der Fahrplan fehlt noch: Der Busbahnhof sieht aus, als wenn jeden Moment der erste Bus vorfährt. Foto: Anke Beißer

Schülerverkehr von Einschränkungen betroffen

Natürlich wirken sich das Baugeschehen und der neue Verkehrsknotenpunkt sowie die damit noch bis fast Ende des Jahres einhergehenden Einschränkungen auch auf den Schülerverkehr aus. GiB erhielt auf eine Anfrage bei der Busverkehrsgesellschaft Oder Spree GmbH (BOS) folgende Antwort:

Für Schüler aus Richtung Erkner und Herzfelde ergeben sich keine großen Veränderungen. Für Schüler aus Richtung Süden seien sie jedoch erheblich. Wie ein Sprecher der zuständigen DB-Pressestelle erklärt, verkehrt morgens ein Bus der Linie 427 von Spreenhagen über Spreeau/Spreewerder/Mönchwinkel und Hangelsberg zur Grundschule Grünheide. Er wird dafür über die Autobahn 10 umgeleitet. „Schüler aus Sieverslake und Freienbrink nutzen dann bitte morgens die Linie 426, um bis zum neuen Bahnhof Fangschleuse zu fahren. Dort besteht Anschluss an den erwähnten Bus 427 nach Grünheide Schule.“

Hierfür hat GiB in den Fahrplan geschaut, der den Schulen noch vor Ferienbeginn zur Verfügung gestellt wurde.

Ab Spreeau (Dorf): 7.15 Uhr Einstieg in den Bus 426 (aus Spreenhagen kommend), Fahrt bis zum Bahnhof Fangschleuse (7.35), Umstieg in den Bus 427 (Abfahrt 7.35 Uhr) und Ankunft 7.46 Uhr auf dem Löcknitzcampus. Da mit dem neuen Schuljahr auch die neue Grundschul-Filiale in Hangelsberg startet, gibt es für die Kinder aus Neu Mönchwinkel und Mönchinkel keine Erschwernis, denn sie fahren ganz normal zu ihrem neuen Schulstandort. Bleibt noch Spreewerder. Dieser Siedlungsbereich ist an die Linie nach Hangelsberg angeschlossen. Das bedeutet um 7 Uhr in den Bus dorthin zu steigen (Linie 427) und über Hangelsberg Bahnhof nach Fangschleuse Bahnhof zu fahren. Das ist dann schon der oben erwähnte Bus, der laut Plan um 7.46 Uhr am Löcknitzcampus eintrifft. Oder die Kinder werden morgens zum Bushlat Spreeau (Dorf) gebracht, was ihren Fahrweg verkürzen würde.

Nachmittags gestalte sich der Ablauf alut dem Unternehmensprecher ähnlich. „Es verkehren drei Busse der Linie 427 von Grünheide Schule (Abfahrt 13.05 Uhr, 14.04 Uhr und 15.37 Uhr) über Hangelsberg/Mönchwinkel/Spreewerder und Spreeau nach Spreenhagen. Schüler, die nach Freienbrink und Sieverslake fahren, müssen am Bahnhof Tesla Süd in die Linie 426 umsteigen.“ (Anke Beißer)

Weitere Imperessionen vom Baustellenbesuch am 4. August 2026:

Der Vorplatz

Weitläufig: Ganz ohne Menschen wirkt der Bahnhofsvorplatz riesig. Links ist der Tunnel mit der herangeführten künftigen Straße zu erkennen, im Hintergrund die Bahnsteige. Foto: Anke Beißer
Weitläufig: Ganz ohne Menschen wirkt der Bahnhofsvorplatz riesig. Links ist der Tunnel mit der herangeführten künftigen Straße zu erkennen, im Hintergrund die Bahnsteige. Foto: Anke Beißer

Halteplatz für Werksbusse

Extra Bushalt: Noch südlich vom Kiss&Ride-Areal (links im Bild) entstehet gerade die Aufstellfläche für die Werksbusse. Foto: Anke Beißer
Extra Bushalt: Noch südlich vom Kiss&Ride-Areal (links im Bild) entstehet gerade die Aufstellfläche für die Werksbusse. Foto: Anke Beißer

Zugang zu den Gleisen

Fast fertig: Beim Tunnel stehen noch die letzten Handgriffe aus. Die Schilder hängen schon. Foto: Anke Beißer
Fast fertig: Beim Tunnel stehen noch die letzten Handgriffe aus. Die Schilder hängen schon. Foto: Anke Beißer

Die Landesstraße

Platz für die Landestraße: Zwischen Bahnhofsvorplatz und Bahngleisen zieht sich ein Sandrücken entlang. Er skizziert den Verlauf der künftigen Trasse, die über den Tunnel und final bis an die Autobahn führen wird. Foto: Anke Beißer
Platz für die Landesstraße: Zwischen Bahnhofsvorplatz und Bahngleisen zieht sich ein Sandrücken entlang. Er skizziert den Verlauf der künftigen Trasse, die über den Tunnel und final bis an die Autobahn führen wird. Foto: Anke Beißer