Grünheider Jugendclub braucht mehr Platz – Container oder Holzhaus als Entlastung?

Der Grünheider Jugendclub im Robert-Havemann-Clubhaus erfreut sich großer Beliebtheit. Die Arbeit der Jugendkoordinatoren (Jukos), Martin Wiegold und Felix Jahnke, tragen beste Früchte. Mit dem Nebeneffekt: Der Platz reicht nicht mehr aus.

Große Resonanz auf Angebote der Jugendkoordinatoren

Die regelmäßigen Besucher kommen, um Freunde zu treffen, zu chillen, gemeinsam zu spielen, Sport zu treiben, sie nehmen an medienpädagogischen, musik- und kunstorientierten Projekten teil, kommen aber auch, um Hausaufgaben zu erledigen. Und sie wissen, sie finden hier immer ein offenes Ohr für ihre Probleme. Die Jukos sind in solchen Fällen Kummerkasten wie Ratgeber zugleich. Und das ist so gewollt. Denn die Jugendeinrichtung ist nicht nur Freizeittreff, sondern Ort für sozialpädagogische Arbeit, und zwar auf Vertrauen basiert und niederschwellig, wie es so schön heißt.

Club platzt aus allen Nähten

Das alles braucht seinen Raum, eine Rückzugsmöglichkeit, Diskretion, nicht nur Turbulenz, sondern auch Ruhe. Aktuell ist das bei der hohen Besucherrate nur schwer zu realisieren. Vor allem im Winter, das haben die zurückliegenden Monate gezeigt, stößt das Spektrum an seine Grenzen.

Erweiterung an Ort und Stelle 

Deshalb wurde seit einer Weile über Möglichkeiten für die Erweiterung des Jugendclubs nachgedacht. Die müssen, sinnvollerweise, an Ort und Stelle umsetzbar sein. So fiel ein erster Blick auf das Klubhaus selbst. Die Idee, andere, dort ebenfalls beheimatet Vereine in den bisherigen Netz-Werk-Laden am Markplatz umziehen zu lassen, erwies sie als nicht praktikabel.

Lösung mit Rücksicht auf andere Klubhausnutzer

Der Ortsbeirat von Grünheide und der Sozialausschuss haben sich ihrerseits Gedanken gemacht und dabei einen konsensfähigen Vorschlag erarbeitet. Er hat zuletzt die Gemeindevertretung beschäftigt und wurde dort als Beschluss einhellig auf den Weg gebracht. Die Verwaltung wurde somit beauftragt, die bauliche Erweiterung des Jugendclubs im Ortsteil Grünheide zu prüfen und vorzubereiten – mit dem Ziel, die „Platzkapazität unter Beibehaltung der aktuellen Nutzerstruktur des Robert-Havemann-Klubhauses nachhaltig zu erhöhen“.

Es sind folgende Prüf- und Arbeitsaufträge an die Verwaltung ergangen:

  • Bedarfsanalyse: Definition des Flächenbedarfs in Anlehnung an die Raumgrößen des Erdgeschosses (linker und rechter Raum) im Robert-Havemann-Klubhaus – laut Jugendclub sind insgesamt ca. 100 qm in abgetrennten Räumen nötig.
  • Bauliche Prüfung: Prüfung der Umsetzbarkeit einer Containerlösung auf den verfügbaren Flächen durch das Fachamt, als nördlichen Anbau mit Wanddurchbruch an das Robert-Havemann-Klubhaus
  • Variantenvergleich: Einholung eines Preis- und Aufwandsvergleichs zwischen klassischen, aber modernen Containermodulen sowie einem Haus in Holzbauweise
  • Finanzierung und Förderung: Teilfinanzierung über den Haushalt 2026 und Nutzung des Sondervermögens des Bundes und / oder Fördermittelzugängen auf Kreis-, Landesebene

Ziel ist es, bis zum 3. Quartal 2026 zu einem Ergebnis zu kommen.

Ortsbeirat will Geld aus Ortsteilbudget beisteuern

Der für die Vereine eigentlich vorgesehene Netzwerkladen am Marktplatz soll weiterhin für die Öffentlichkeit nutzbar sein“, heißt es in einer abschließenden Zusatzbestimmung, die der  Ortsbeirat gemeinsam mit dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur und Senioren in ihrem Beschlussvorschlag formuliert haben. Und: „Für die Innenausstattung der neuen Räumlichkeiten werden 15.000 Euro aus dem Ortsteilbudget bereitgestellt.“ (Anke Beißer)