Viele Veranstaltungen in der Gemeinde haben einen schönen Nebeneffekt: Zeit, für ein Wiedersehen! So lässt sich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Gelegenheiten gibt es dafür gerade einige.
Am 18.04.2026 gab es den zweimal jährlich stattfindenden „100% Flohmarkt“ des Eltern-Kind-Zentrums auf dem Löcknitzcampus. Wenn der Frühling lockt, benötigt der Kleiderschrank ein saisonbedingtes Update. Das lässt sich wunderbar (second hand und somit nachhaltig) mit den ans Familienzentrum gespendeten Kleidungsstücken erledigen. Aber neben dem Hausrauspicken passender Dinge war es vor allem das Wiedersehen mit Bekannten und Freunden, das viel Freude ausgelöst hat. „Zu oft nimmt man Verabredungen nicht wahr, verschiebt sie oder hat einfach andere Prioritäten. Mit so einem Mehrwert sind sowohl wir, die Mitarbeitenden der Gemeinde, als auch die Besucherinnen und Besucher sehr zufrieden“, rückt Pauline Thiel, Koordinatorin des Lokalen Bündnis für Familie, besagten Nebeneffekt ins Blickfeld. Aber, apropos Upgrade Kleiderschrank und Spielzeugkiste, das Stöbern nach Second-Hand-Sachen ist jederzeit im Familienzentrum möglich.

Und wer keine neue Kleidung braucht? Alternative: Sport und Natur
Ganz aktuell: Grünheide auf Rädern. Das jährliche Event fand am Sonntag (26. April) bereits zum elften Mal statt und bot wie immer neue Sichten auf die sechs Grünheider Ortsteile. Jeweils am letzten Sonntag im April wird so gemeinsam in die kommende Fahrradsaison gestartet. Federführend für die stets wechselnden Routen ist Diana Nolander, Tourismus-Managerin der Gemeinde.

Es grünt so grün: Bei „Grünheide auf Rädern“ lassen sich die schönsten Seiten der Gemeinde im Vorbeifahren entdecken. Foto: Pauline Thiel
In diesem Jahr ging es um 10 Uhr am Bahnhof Hangelsberg los und endete nach 26 Kilometern in Kienbaum. Unter den Mitradelnden war auch Marten Lange-Siebenthaler, Ortsvorsteher von Hangelsberg. Diese Gelegenheit nutze die Gruppe, um aus erster Hand zu erfahren, wie es um Bauvorhaben und Zukunftspläne in diesem Ortsteil bestellt ist. Den ersten Zwischenstopp gab es in Neu Mönchwinkel am, in der einstigen Schule untergebrachten Heimatmuseum. Günter Meihsner, ehemaliger Schüler und nun als Mitverantwortlicher der Einrichtung, lud hier zu einem kleinen Exkurs in die Ortsgeschichte ein und wartete dabei mit spannenden Geschichten zu den verschiedenen Exponaten auf.

Nach weiteren rund 8 Kilometern traf die Gruppe auf der Festwiese beim ersten Street Food Fesival in Grünheide ein und nutze die vielfältigen Möglichkeiten, den Hunger zu stillen. Anschließend konnte gut gestärkt der Weg zum Schlusspunkt nach Kienbaum angetreten werden. Auch hier gab es noch ein Highlight: Die Türen der Dorfkirche waren geöffnet und der Blick ins Innere rundete den Tag ab. Mit leichter Verspätung endete gegen 14.30 Uhr die gemeinsame Zeit und die Teilnehmer fuhren in die verschiedenen Richtungen nach Hause in ihre jeweiligen Ortsteile.
Noch mehr Radel-Angebote
Organisiert geradelt wird in Grünheide aber noch mehr. Hier endet der Blick zurück und richtet er sich nun nach vorn. Wiederbelebt wurden in diesem Jahr die geführten Touren. Sie stehen einmal im Monat sonntags im (Veranstaltungs-)Kalender der Gemeinde. Begleitet werden sie von Sven Gollub, einem zertifizierten ADFC-Guide. Um Anmeldung wird gebeten. Die nächste steht für den 17. Mai an. Diesmal ist es eine anspruchsvolle (Tages-)Rundtour „Auf den Spuren der Eiszeit“ über 64 Kilometer, die sich an erfahrene Radfahrer richtet. Damit nicht genug. Bald wird natürlich begonnen, die Werbetrommel ganz laut fürs STADTRADELN zu rühren.
Schildkröten kehren zurück ins Gehege
Für die tierischen Liebhaber gibt es ebenfalls einen tollen Tipp: Am 02. Mai werden die Grünheider Schildkröten von der Interessengemeinschaft Wappentier wieder ins Gehege gebracht. Wer hier mit dabei sein möchte, sollte sich gegen 11 Uhr am Gehege auf am Löcknitzcampus einfinden. Mitte Oktober waren sie ins Winterquartier gezogen. Das „Abfischen“ war auf großes Interesse gestoßen. Und die Schaulustigen wurden nicht enttäuscht. Zwar war lagen an jenem 18. Oktober die Lufttemperaturen im mittleren einstelligen Bereich – und das Wasser in der Restpfütze von Teich kaum wärmer -, aber das vergleichsweise rasche Auffinden der Tiere ließt den Spaß überwiegen. Nach einer knappen Dreiviertelstunde waren alle Tiere gefunden – 13 Sumpfschildkröten und 3 Schmuckschildkröten. Aber damit nicht genug. Zu aller Überraschung gab es noch eine Draufgabe: nämlich fünf Babyschildkröten.
Allen Tieren geht es gut
Wie Lothar Zywitza von der Interessengruppe Freundeskreis Wappentier (IG) jetzt auf GiB-Nachfrage sagte, haben alle Tier den Winter gut überstanden und können im Sommerquartier einziehen. Bis auf eine Schmuckschildkröte. „Sie tut sich jedes Jahr schwer, braucht etwas länger, um wieder richtig wach und fidel zu werden“, sagt der Fangschleuser. Aber, auch sie soll ihren großen Auftritt bekommen. Wenn sie ordentlich frisst und mobil ist, will Zywitza Alexander Biedermann, Lehrer an der benachbarten Gerhart-Hauptmann-Grundschule, mit seiner Klasse ans Gehege einladen. Dann erfahren die Kinder allerlei Wissenswertes über das Panzertier und können sie beobachten, wenn sie das erste Mal wieder im Teich abtaucht. Die Babyschildkröten sind über den Winter übrigens nicht größer geworden. Auch hier wartet der Schildkröten-Kenner mit einer Begründung auf. „Sie fressen ja nix und wachsen deshalb auch nicht.“ Im großen Teich, wo es genug leckeres Futter gibt, wird sich das ändern. Hier können sie dann kräftig zulegen. Wer mehr über die Tiere erfahren will, ist in diesem Jahr auch wieder zu den Sonntags-Öffnungszeiten (siehe Homepage) aufs Gehege eingeladen und am 21. Juni zum 1. Krötentrödel.

Platz schaffen, Schnäppchen jagen und Plaudereien
Zweifelsohne erfreut sich das Trödeln, also der Besuch von Flohmärkten, großer Beliebtheit. Das Hobby kann am 9. Mai in der Ortsmitte von Grünheide ausgelebt werden. Denn an dem Samstag wird zum bunten Treiben hierher eingeladen. Neben den typischen Gesprächen rund um Anwendung und Preis der Liebhaberstücke, gibt es „Nachbarschaftstratsch“ und Wiedersehensfreude. „Eben genau die Dinge, die einen Marktplatz einzigartig und erst so richtig lebendig werden lassen“, freut sich Organisatorin Pauline Thiel schon auf den Zustrom möglichst vieler Besucher.

Wer an dem Termin verhindert ist, der kann sich gern die nächsten vormerken. Sie sind hier zusammengefasst. (Pauline Thiel/Anke Beißer)


