Das Fahrzeug-Karussell der Gemeindefeuerwehr von Grünheide soll sich in dieser Woche anfangen zu drehen. Denn am Dienstag (21. April) ist das erste für 2026 avisierte neue Fahrzeug in Kagel angekommen – ein HLF 10 für die Ortswehr Kagel. Das ist ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, das unter anderem neun Feuerwehrleuten Platz bietet und 2000 Liter Löschwasser nebst Pumpe mit sich führt. Jan Wischnewski, in der Gemeindeverwaltung im Stabsbereich Brand- und Bevölkerungsschutz beschäftigt, beschreibt, was nun folgt: „Nach der Fahrzeugübergabe ist für Samstag (25. April) eine Ganztagsausbildung für die Kameraden geplant, um das HLF 10 zeitnah in den Status 2, also ,einsatzbereit‘, zu überführen.“ An dem Tag werde das bisher in der Ortswehr Kagel eingesetzte Löschgruppenfahrzeug 10 (für 9 Personen) nach Kienbaum umgesetzt. Die Kameraden dort wollen ebenfalls eine Ganztagsausbildung mit ihrem Fahrzeug durchführen, um es in den Dienst stellen zu können. In der Folge gehe das bisher in der Ortswehr Kienbaum eingesetzte TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser ) für eine kurze Zeit nach Freienbrink als Reservefahrzeug für die Gemeindefeuerwehr. Das bisherige Ersatzfahrzeug der Gemeinde, ein LF 8 (Löschgruppenfahrzeug/9 Personen), habe dann ausgedient.
Nächste Auslieferung ist schon terminiert
Und danach? Mitte Juni werde laut Jan Wischnewski das neue Fahrzeug (TLF 3000) für die Ortswehr Hangelberg erwartet. „Das bisher dort stationierte Tanklöschfahrzeug wird dann zum Reservefahrzeug der Gemeinde und das gerade erwähnte ebenfalls außer Dienst gestellt.“
Ganztagesübungen in Kagel und Kienbaum
Was die Ganztagesübungen anbelangt, werden diese in den Ortteilen nicht unbemerkt über die Bühne gehen. In Kagel werden verschiedene Stationen aufgebaut. Es geht dabei um die Einweisung in die verschiedenen Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung (Türwerkzeug, Hebekissen und mehr) sowie die Pumpe und die Aggregate. Und natürlich soll bei Testfahrten das Fahrverhalten ausprobiert werden. Für Kienbaum ist das Fahrzeug (LF 10/6) zwar ein Rückkehrer, denn es war ursprünglich ein Kienbaumer Gefährt und stand, wie Ortswehrführer Martin Wolf auf Nachfrage sagt, nun sechs Jahre im Nachbarort. „Da wir in der Zeit viele neue Kameraden gewinnen konnten, haben wir uns ebenfalls für einen Ausbildungstag entschieden, um alle Kameraden mit der Technik vertraut zu machen.“ Es werde eine intensive Fortbildung direkt am Fahrzeug, damit letztlich bei jedem der notwendige Handgriff sitzt. „Zudem werden die Kraftfahrer das Fahrzeug probeweise fahren sowie das Einparken in die Fahrzeughalle üben.“ Denn auch das müsse sitzen.
Investitionsliste ist lang
Die zwei erwähnten Neufahrzeuge gehören zu den Investitionen, die für den Brand- und Bevölkerungsschutz in Grünheide auf der Agenda stehen. Sie bilden alljährlich einen Schwerpunkt in der Haushaltsplanung der Gemeinde. Die notwendigen Anschaffungen ergeben sich aus dem Gefahrenabwehrbedarfsplan. Entsprechend dieser Richtschnur sind für 2026 und die Folgejahre eine Reihe von Investitionen vorgesehen. Hier sind die wichtigsten zusammengefasst.
Fahrzeugbeschaffung:
2026:
- HLF 10 für Kagel – ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, das unter anderem neun Feuerwehrleuten Platz bietet und 2000 Liter Löschwasser nebst Pumpe mit sich führt.
- TLF 3000 für Hangelsberg – Tanklöschfahrzeug mit 4000 Litern Löschwasser, das insbesondere zur (Wald-)Brandbekämpfung gedacht ist und Platz für 6 Feuerwehrleute bietet.
- und Platz für 6 Feuerwehrleute
- RTB 1 – Rettungsboot für Hangelsberg,
- ELW 1 – Einsatzleitwagen für Grünheide
2027:
- MTF für Kagel und für Kienbaum – je ein Mannschaftstransportfahrzeug für bis zu 9 Personen
- RTB 1 – Rettungsboot für Kagel
- LF 10 für Freienbrink – ein Löschgruppenfahrzeug vornehmlich für der Erstangriff bei Bränden
2028:
- GW-L2 für Neu Mönchwinkel – ein Gerätewagen Logistik mit großem Ladevolumen für verschiedene Beladungsmodule (Ausrüstung)
2029:
- LF 10 für Neu Mönchwinkel – ein Löschgruppenfahrzeug vornehmlich für der Erstangriff bei Bränden
Wie Jan Wischnewski erläutert, ist die Fahrzeugbeschaffung eine sehr komplexe Aufgabe, sowohl strategisch mit Blick auf die Einsatzbereitschaft als auch hinsichtlich der Finanzierung, die den langen Zeiträumen von Bestellung bis Auslieferung Rechnung tragen muss. „Wir als Stab und die Wehrführung sind sehr froh über die Planungssicherheit bei den Fahrzeuginvestitionen, die uns seitens der Gemeindevertreter und des Bürgermeisters eingeräumt wird. Da wir die Verpflichtungsermächtigungen im Haushalt festgeschrieben haben, können wir frühzeitig den Beschaffungsvorgang vorantreiben.
Gebäude:
2026:
- Fertigstellung des Gerätehauses für die neu gebildete Ortswehr Neu Mönchwinkel (vormals Mönchwinkel und Spreeau) – mit Ziel der Einweihung im September
- Umbau/Erweiterung des Gerätehauses in Kienbaum – Abriss des Trafohauses auf dem für das Projekt vorgesehenen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bestandgebäude sowie Planung und Erstellung der entsprechenden Unterlagen für den Fördermittelantrag

2029:
- Planung für ein neues Gerätehaus in Hangelsberg

Löschwasserbrunnen:
Schwerpunkt in diesem Jahr bildet die Instandsetzung mehrerer bestehender Standorte im Ortsteil Hangelberg sowie die Netzverdichtung in en Siedlungsbereichen und teilweise im Wald.
Außerdem im Brandschutz:
- Anschaffungen im (Netto-)Wert von mehr als 1000 Euro – zum Beispiel eine Drohne (wird auf dem Einsatzleitwagen Grünheide stationiert), Möbel für Gerätehäuser,
Smartboards für Schulungszwecke, Werkzeugwagen - Ausstattung zwischen 150 Euro und 1000 Euro (Netto-)Wert – zum Beispiel ein Schwimmsaugkorb, Spinde, eine Übungspuppe
Sowie im Katastrophenschutz:
- Anschaffungen im (Netto-)Wert von mehr als 1000 Euro – zum Beispiel dezentrale tragbare Dieselheizung, Funkkoffer für Kommunikation im Krisenfall, Netzersatzanlage (Notstrom)
- Ausstattung zwischen 150 Euro und 1000 Euro (Netto-)Wert – zum Beispiel kleinteilige Ausstattung, Kraftstofftank mit integrierter Pumpe, IT-Technik (Anke Beißer)


