Bahnübergang Fangschleuse ab 24. Juli, 21 Uhr, dicht

Der Landesbetrieb Straßenwesen (LSB) hat am Freitag (17. Juli) Details zur Sperrung des Bahnübergangs Fangschleuse (alt), der Landesstraße 23 zwischen dem Bahnübergang und der Hangelsberger-/Freienbrinker Kreuzung (vormals Kreisel) und den Veränderungen ab der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs (15. August) bekanntgegeben.

Bahnübergang und Bahnhof werden sofort zurückgebaut

In der Pressemitteilung heißt es: „Die Arbeiten für den neuen Straßenverlauf der Landesstraße L 23 verlaufen planmäßig. Am Freitag, den 24. Juli 2026, wird der Bahnübergang am alten Bahnhof Fangschleuse dauerhaft geschlossen. Bis die neue Straßenüberführung … voraussichtlich Ende 2026 fertiggestellt ist, wird für Verkehrsteilnehmende eine Umfahrung eingerichtet.“ Wie es weiter heißt, wird die DB InfraGO AG in der Zeit vom 24. Juli (zirka 21 Uhr) bis zum 14. August den alten Bahnübergang vollständig zurückbauen. Parallel gehen die Arbeiten an der Straßenüberquerung inklusive der Rampen weiter.

Hintergrund: Ertüchtigung der Infrastruktur

Als Hintergrund für den Umbau des beschrankten Bahnübergangs zu einer barrierefreien Straßenüberführung samt Geh- und Radweg wird auf die Weiterentwicklung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Bereich des Industriegebietes der Gigafactory Berlin Brandenburg sowie die erwartete Mehrbelastung im Straßenverkehr verwiesen.

Es werden zwei Umleitungsphasen für die Erreichbarkeit des alten und des neuen Bahnhofs Fangschleuse angekündigt:

Bereich des geschlossenen „alten“ Bahnhofs vom 24. Juli bis 14. August 2026

Im Zuge der Vollsperrung verändert sich die Zufahrt des Bahnhofs Fangschleuse für alle Verkehrsteilnehmenden. Ab Freitag, den 24. Juli, (zirka  21 Uhr) bis Freitag, den 14. August 2026 (zirka 22 Uhr) „kann der von Zügen nicht mehr bediente Bahnhof Fangschleuse nicht mehr über die Landesstraße 23 (Ortsverbindung zwischen Spreeau und Grünheide, Anmerkung der Redaktion) aus südlicher Richtung erreicht werden. Die Landesstraße wird in diesem Zeitraum aufgrund der Bauarbeiten am Bahnübergang ab dem Knotenpunkt (große Ampelkreuzung, Anm. der Red.) ebenso voll gesperrt.

Da der Bahnübergang samt Bahnhof und Bahnsteigen schnellstmöglich vollständig zurückgebaut wird, gibt es auch für Radfahrer und Fußgänger keine Möglichkeit mehr, die Gleise zu queren.

Neuer Bahnhof ab 15. August 2026

„Ab dem 14. August 2026 (zirka 22 Uhr) ist der westlicher gelegene neue Bahnhof Fangschleuse nutzbar und die südliche Zufahrt über die L 23 möglich.“ Der Regional-Express soll den neuen Verkehrshalt ab dem 15. August „frühmorgens“ bedienen. Bezüglich der Einzelheiten des Betriebes wird auf die Online-Medien des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) sowie der Deutschen Bahn (DB) verwiesen. Der Bahnhof könne dann für den motorisierten Verkehr nur von dem Knotenpunkt L 38 (ehemaliger Kreisel) über die L 23 (Ortsverbindung zwischen Spreeau und Grünheide) und sowie die temporäre Straße (derzeitige Baustraße) angefahren werden. „Die Erreichbarkeit aus nördlicher Richtung kann erst mit Fertigstellung der neuen Überführung zum Jahresende erfolgen.“

Weiträumige Umfahrung notwendig

Während der beiden Umleitungsphasen wird die großräumige Umfahrung über Grünheide, Kagel-Möllensee, Kagel und Lichtenow zur B 1 in Richtung Osten geführt. Diese geht dann weiter nach Süden über Kienbaum nach Hangelsberg und hat so Anschluss in Richtung Westen. Gleiches gilt für die umgekehrte Richtung. „Der auf der Autobahn zulässige Verkehr kann zudem die Autobahn als Umfahrung nutzen.“ Ob das die Benutzung der temporären Anschlussstellen Freienbrink Nord einschließt, blieb auf GiB-Rückfrage vorerst offen. Wenn eine Antwort vorliegt, wird diese nachgereicht.

Quelle: Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg/Screenshot: Anke Beißer
Quelle: Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg/Screenshot: Anke Beißer

 

Quelle: Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg/Screenshot: Anke Beißer
Quelle: Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg/Screenshot: Anke Beißer

Auch Fußgänger und Radfahrer betroffen

Für Fußgänger und Radfahrer aus südlicher Richtung soll zeitnah ein Angebot zur Erreichbarkeit des neuen Bahnhofs geschaffen werden. „In Zusammenarbeit der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg, der Gemeinde Grünheide (Mark), dem Landkreis Oder-Spree, der Autobahn GmbH des Bundes und dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg wird der bestehende Radweg von Erkner zum Güterverkehrszentrum Freienbrink-Süd um einen neuen Anschluss an den neuen Bahnhof Fangschleuse erweitert. Dank der Zusammenarbeit dieser Beteiligten kann der Radweg zeitnah eröffnet und von der Bevölkerung genutzt werden“, heißt es in der Pressemitteilung des LSB. (Anke Beißer)

Zum Abschied vom alten Bahnhof Fangschleuse laden der Ortsbeirat von Grünheide in Kooperation mit dem Grünheider Heimatverein einer Veranstaltung ein. Die Ankündigung dazu gibt es hier.