
Wenn die Kelten in früher Vorzeit am 31. Oktober das Ende des Sommers und den Beginn des Winters gefeiert haben, öffnete sich dem Volksglauben nach das Tor zur Unterwelt. So jedenfalls ist es laut Internet überliefert. Die Seelen der Verstorbenen kehrten auf die Erde zurück, um von den Lebenden Besitz zu ergreifen. Diese wiederum verkleideten sich mit furchterregenden Masken und Kostümen, um die bösen Geister zu täuschen und unentdeckt zu bleiben. Dieser Brauch der gruseligen Szenerie wurde übrigens von irischen Einwanderern im 19. Jahrhundert in die USA gebracht und dort bekanntermaßen zum absoluten Hype. Bis er in den 1990er-Jahren wieder zurück nach Europa schwappte und seither auch in Deutschland kaum aufzuhalten ist.
Der Blick in den Veranstaltungskalender der Gemeinde Grünheide zeigt: Die Gruselmonster, Hexen und Untoten gehen hier ebenfalls auf Tour. Und das nicht nur am 31. Oktober.
Grünheide
Das Familienzentrum verwandelt sich schon am Mittwoch, dem 28. Oktober, in eine Gruselhöhle. Von 15 bis 17.30 Uhr dürfen die Mädchen und Jungen – sehr gerne verkleidet – vorbeischauen. Wie Heike Falk vom Eltern-Kind-Zentrum verrät, warten Musik, kleine Spiele und ein leckeres „Gruselbuffet“ auf die Partygäste. „Und natürlich werden wir das Familienzentrum dem Anlass entsprechend stilecht schmücken“, was nach Spaß für beide Seiten, Organisatoren wie Publikum, spricht.

Kagel
Bereits am Freitag, dem 30. Oktober, steigt die Premiere einer Halloween-Party im Klubhaus „Zur Kegelbahn“ auf dem Sportplatz in Kagel. Ab 15 Uhr sind hier alle kleinen Geister willkommen. Auf sie wartet jede Menge Spiel und Spaß. Für sie geht das gruselige Treiben bis 19.30 Uhr und kostet 8 Euro Eintritt. Danach sind die Erwachsenen dran. Für diese öffnen sich ab 20 Uhr für 20 Euro die Türen. Der Veranstalter, der Familienzirkel Kagel, kündigt hierfür eine Night Party mit Kegeln, Tanzen, Party-Spielen und Cocktails an. Zudem wird ein kleines Fingerfood-Buffet aufgebaut. „Kostüm ist Pflicht“, heißt es im Versprechen für eine „gruselige Stimmung“ und „schaurigen Spaß“.
Anmeldungen unter info@familienzirkel-kagel.de
Am Samstag, dem 31. Oktober, haben all jene, die Halloween nicht nur vor der eigenen Haustür feiern wollen, gleich mehrere Möglichkeiten umherzuziehen.
Freienbrink
Schon fast legendär ist der Freienbrinker Halloween-Spaziergang, der um 17 Uhr mit der herannahenden Dämmerung beginnt. Denn der Ortsteil fährt hier richtig viel auf. Die Nachbarn übertreffen sich regelrecht mit ihren Schmuckwerken, gruseligen Installationen, geschnitzten Kürbissen und Leckereien. An den Hoftoren warten grüner Glühwein, rote Obstsäfte mit Glitzer und andere Gruselgetränke. Es stehen Tische mit Tellern voller rotem „Blut-Gebäck“ und Süßigkeiten bereit. Die Straße wird mit Halloween-Kindermusik beschallt. Es wird von Haus zu Haus gezogen, geplauscht, gelacht, gefeiert und in die Nacht getanzt. Natürlich gehen die Kinder mit reicher Beute nach Hause.
Hangelsberg
Ab 18 Uhr darf sich auf dem Ponyhof Li-Sa (Kopernikusstraße 5) „schaurig-schön“ gegruselt werden, wie es in der Ankündigung heißt. Bei der Halloween-Party sind alle willkommen, die Lust auf jede Menge Halloween-Stimmung haben und das gemeinsam feiern wollen. Wer dabei sein will, muss nur zwei Dinge tun: Kostüm anziehen und Mut einpacken.
Hangelsberg
Sobald es dunkel wird, lohnt es sich in dem Ortsteil auch, Am Anger 24 vorbeizuschauen. Denn hier gibt es „Halloween für den guten Zweck“. Jahr für Jahr schmücken die Nachbarn detailverliebt ihre Anwesen und bereiten ein gruseliges Buffet vor – in den Vorjahren waren verschiedene Kuchen, Snacks und Kürbissuppe zu finden. Zudem wartet es traditionell mit Kinderpunsch, Limo für die Kleinen und Glühwein als Erwachsenengetränk für die großen Gäste auf. Gepaart mit ein paar Überraschungen wurde es so stets als regelrechtes „Fest für Kinder“ inszeniert, wie Ingmar Goltz, einer der Initiatoren, sagt. Das soll es auch in diesem Jahr wieder werden. Details werden aber noch nicht verraten. Nur so viel: Bitte ein bisschen Geld einpacken. Denn es wird – auch das ist gute Tradition – eine Spendenbüchse aufgestellt. Alles, was die Monster, Hexen und Geister hier einwerfen, wandert als Spende an die Kita „Waldspatzen“. (Anke Beißer)
