Winterruhe auf der Schulbaustelle in Hangelsberg? Fehlanzeige. Die Arbeiten kommen gut voran, war doch bis zum Wintereinbruch die Gebäudehülle soweit fertig, dass drinnen fleißig Hand angelegt werden kann. Sogar warm ist es schon in einzelnen Bereichen – vornehmlich dort, wo die Handwerker zugange sind.
Antlitz der Schule bereits gut zu erkennen
Bei einem Baustellenbesuch am Mittwoch (14. Januar) wurde außen weiter an der Fassade gewerkelt. Beim genauen Hinsehen ist schon gut zu erkennen, welches Antlitz die Schule bekommt. Die verwendeten Faserzementplatten – vornehmlich in Anthrazit, Struktur gebend kombiniert mit Hellgrün und Beige – sind sehr robust. Zum Schulhof hin, wo auch mal ein Ball gegen die Wand prallen könnte, sind sie starke zwölf Millimeter dick und sollten die Fassade somit schadlos halten. Auffällig sind die großen Fensterflächen, die für viel Licht in Schule, Hort und Mensa sorgen werden. Eingebaute Außenjalousien sollen helfen, das richtige Raumklima zu schaffen und für die notwendige Verschattung zu sorgen. Die drei Treppenaufgänge – einer wird mit einem Fahrstuhl ausgestattet –sind über die komplette Fläche verglast.

Heizungszentrale ist schon drin
Im Gebäudekomplex wird der Bau von der oberen Etage nach unten vorangetrieben. Aktuell sind zum Beispiel Trockenbauer am Start, die sogar schon begonnen haben, Wände zu verspachteln, damit die Maler als nächstes Gewerk loslegen können. Die Heizungszentrale ist eingebaut, die Fußbodenheizung verlegt, meist auch schon der Estrich eingebracht. Was noch fehlt, ist die Wärmepumpe auf dem Dach. Damit aber alles schon gut trocknet – und es die Arbeiter eben nicht zu kalt haben –, ist eine externe Ölheizung mit dem System gekoppelt und sorgt für die notwendigen Temperaturen. Die vielen Kabel, die entlang der Decke geführt werden und hier und da aus den Wänden oder dem Boden ragen, zeugen davon, dass auch die Elektriker schon im Einsatz sind.

In den Gebäudeteilen lassen sich inzwischen die Zuschnitte der Räume und Flure gut erkennen. Im Schulgebäude liegt zwischen jeweils zwei Klassenräumen ein Teilungsraum, der auch zum Flur hin eine Fensterfront hat. Somit gelangt das natürliche Licht von draußen bis weit ins Innere. Der wohl hellste Raum wird der für Naturwissenschaften, denn er verfügt nach Osten und Süden über eine durchgehende Fensterfront.

Während also drinnen das Bauvorhaben kontinuierlich vorangetrieben wird, ist draußen witterungsbedingt relative Ruhe eingekehrt. Aber, noch vor dem Frost wurde die Umverlegung der Kabeltrassen zum Funkmast ebenso fertiggestellt wie das Trafohäuschen für die künftige Stromversorgung. Roland Drewans, der für die ECE Work & Live GmbH & Co. KG Hamburg das Projekt bauseitig mit betreut, sagt, dass er mit dem Verlauf sehr zufrieden ist und aus heutiger Sicht der Fahrplan bis zur Übergabe an die Gemeinde Ende Juni eingehalten werden könne. Es habe bisher noch keine Engpässe gegeben. Und alles, was sich an der Außenanlage womöglich verzögert, könne final mit mehr Manpower aufgeholt werden. (Anke Beißer)


