Straßenausbau in Hangelsberg rückt näher

Es liegt inzwischen locker zehn Jahre zurück, dass über den Ausbau der Fontanestraße in Hangelsberg gesprochen und erste Pläne zu Papier gebracht wurden. Die unbefestigte Anliegerstraße in eine von Grund auf befestigte umzuwandeln, wäre damals kostenseitig noch zu großen Teilen zu Lasten der Anlieger über die Bühne gegangen. Eine ähnliche, wenn auch ein paar Jahre weniger zurückliegende Geschichte hat die parallel verlaufende Humboldtstraße hinter sich. Für beide Straßenzüge kam das Vorhaben letztlich nie zum Tragen. Auch wegen der Gegenwehr der Anlieger, die die finanzielle Belastung nicht tragen wollten. In dieser Zeit wurde im Land Brandenburg aber auch ein Gesetz erlassen, dass die Anrainer von den Kosten für den Straßenausbau befreit.

Aktueller Fahrplan: Submission Ende März

Nun bekommt die Gemeinde alljährlich eine feste Summe, die sie in die Lage versetzt, sich etwa alle zwei Jahre eines vergleichbaren Straßenbauvorhabens anzunehmen. Laut der Prioritätenliste hatte die Gemeindevertretung Grünheide im März 2025 für beide Trassen grünes Licht gegeben. Inzwischen liegt Ausführungsplanung vor, das wird Leistungsverzeichnis erarbeitet und die Ausschreibung vorbereitet. Ende März 2026 soll die Submission erfolgen – so der aktuelle Fahrplan. Im Haushaltsentwurf ist das beide Straßen umfassende Projekt mit 550.000 Euro aufgeführt.

2026er-Investition: Ein lange vorgesehenes Projekt ist der Ausbau der Fontane- und der Humboldtstraße in Hangelberg. Beide Trassen standen ganz oben auf der Prioritätenliste und können nun in Angriff genommen werden. Quelle: Brandenburgviewer/Grafik: Anke Beißer
2026er-Investition: Ein lange vorgesehenes Projekt ist der Ausbau der Fontane- und der Humboldtstraße in Hangelberg. Beide Trassen standen ganz oben auf der Prioritätenliste und können nun in Angriff genommen werden. Quelle: Brandenburgviewer/Grafik: Anke Beißer

Die Fontanestraße misst 252 Meter, die Humboldtstraße 166. Beide Trassen werden gemäß ihrer existierenden Linienführung auf einer Breite von 4,75 m von Grund auf ausgebaut, mit Borden eingefasst und final mit einer Asphaltdecke überzogen. Jeweils an einer Stelle muss bei beiden Straßenzügen eine Einengung berücksichtig werden. In der Fontanestraße betrifft es den Standort einer Eiche – hier stehen lediglich 3,50 m zur Verfügung. In der Humboldtstraße gibt es einen Schmutzwasserübergabeschacht, der eine Einengung auf 3,75 m erforderlich macht. Zudem muss in der Straße ein Obstbaum weichen, der aber mit in die Berechnung der Ausgleichsmaßnahmen fällt. Laut der Planung werden in der Fontanestraße zehn neue Bäume mit einem Umfang von 14 bis 16 Zentimetern gepflanzt, in der Humboldtstraße sieben.

Oberflächenwasser fließt über Mulden ab

Was die Grundstückseinfahrten anbelangt, so werden sie jeweils bis zur Grundstücksgrenze gepflastert. Beidseitig der Straße sollen zudem Mulden mit anschließender Rasensaat für die Versickerung des Oberflächenwassers angelegt werden.

Aussicht auf weniger Staubbelastung

In der Planung wird darauf hingewiesen, dass durch den Ausbau eine deutlich geringere Staubbelastung zu erwarten ist und das Oberflächenwasser fortan schadlos und kontrolliert abfließen sowie an Ort und Stelle versickern kann. (Anke Beißer)