Gerätewart kümmert sich um den Fahrzeugpark der Feuerwehr

Fast hätte er sich zu spät auf die Gerätewart-Stelle der Gemeinde Grünheide (Mark) beworben. Aber Dennis Köppen hatte Glück. Der 48-Jährige entdeckte zwei Tage vor Ablauf der Frist die Ausschreibung im Internet. „Ich habe ganz schnell noch reagiert.“ Und es hat gepasst. Seit April gehört er zum Team der Stabstelle Brand- und Bevölkerungsschutz und kümmert sich seither um den Fahrzeugpark der hiesigen Ortswehren.

„Die Fahrstrecke ist okay“

Köppen stammt aus Alt-Schadow, was rund 40 Kilometer südlich von Freienbrink, seinem Arbeitsplatz in der Rettungszentrale liegt. „Die Fahrstrecke ist okay“, sagt er. Zuvor hatte er 20 Jahre bei einem Kranvermieter gearbeitet und als Meister die Kolosse für den Einsatz auf Baustellen vorbereitet. Weil das Betriebsklima nicht mehr das seine war, suchte er nach Veränderung. Mit Erfolg.

Ähnlichkeiten mit dem Heimatort

Zwischen seinem Heimat- und seinem Arbeitsort gibt es strukturelle Ähnlichkeiten. Alt Schadow gehört zur Gemeinde Märkische Heide. Die Kommune besteht wie Grünheide aus mehreren Ortsteilen. Allerdings sind es sogar 17 statt nur 6. Und es gibt 15 Ortswehren, woher er das Ringen um die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Freiwilligen im Ehrenamt – vor allem tagsüber –  kennt. Und er kennt die Feuerwehrarbeit auch live, denn er ist selber Feuerwehrmann. „Seit ich 18 war.“ Seit 2019 trägt er als Ortswehrführer sogar die Verantwortung für die Alt-Schadower Truppe und ist zudem Jugendwart. Warum er den Weg eingeschlagen hat, obwohl er nicht, wie so viele, aus einer Feuerwehr-Familie kommt? „Ich möchte Leuten helfen“, bringt Dennis Köppen es kurz und knapp auf den Punkt.

Grünheide vom „mal Durchfahren“ gekannt

Grünheide an sich kannte vor seiner Bewerbung lediglich vom „mal Durchfahren“. Freienbrink und Tesla waren ihm aber ein Begriff. „Ich habe mich natürlich belesen.“ Inzwischen wurde dieser Draufblick dank der Innenansichten zum geschärften Bild. Köppen hat sich alle Orte angeschaut, natürlich die Gerätehäuser, hat sich einen  Überblick über die Technik verschafft und zumindest die Wehrführungen kennengelernt. „Grünheide ist schon sehr gut aufgestellt“, lautet sein Urteil. Sicher gebe es trotzdem viele Probleme, „aber die sind im Vergleich zu denen anderenorts vergleichsweise klein“. Die Feuerwehren seien sehr solide aufgestellt, das Geld sei an der richtigen Stelle investiert worden. Und diese Werte gilt es jetzt zu wahren und zu warten. Dennis Köppen wird das für den technischen Sektor als Feuerwehrgerätewart übernehmen.

Kontrollsystem aufbauen und überwachen

Dabei geht es unter anderem darum, ein Kontrollsystem für Wartungs- und Prüfintervalle aufzubauen, dieses zu überwachen und somit die Ortswehren zu unterstützen. „Wenn die Technik in Ordnung ist, gibt es auch weniger Gefahren für die Kameraden“, nennt er einen Aspekt, der über das Materielle hinaus geht. Kleine Reparaturen kann er zudem selbst ausführen. Auch die technische Ausstattung des künftigen Leuchtturms Katastrophenschutz in der Löcknitzhalle fällt in sein Ressort.

Mitglieder der Freienbrinker Ortswehr

Die Liste seiner absolvierten Lehrgänge als Feuerwehrmann ist lang: Gruppenführer, Zugführer, Maschinist, Atemschutzgeräteträger, Atemschutznotfalltraining, Bootsführerschein und Absturzsicherung. All das kann er am Tage auch zum Nutzen der Grünheider einbringen. Denn der 48-Jährige ist inzwischen auch Mitglieder der Freienbrinker Ortswehr, die zum Großteil aus Einsatzkräften besteht, die in dem Ortsteil ihren Arbeitsplatz haben. Wenn hier also während der Arbeitszeit ein Alarm ausgelöst wird, ist Dennis Köppen mit an Bord.  (Anke Beißer)