Sie hüpfen wieder über die Straße: die Kröten. Dabei hatte der Winter die Region in diesem Jahr besonders lange Schach gehalten. Aber, steigende Temperaturen signalisieren den Lurchen, dass es Zeit wird, sich um den Nachwuchs zu kümmern.
Zäune und Eimer am Waldrand zurück
Das wiederum lässt die Alarmglocken bei jenen läuten, denen das Überleben der Tiere auf ihrem gefährlichen Weg über viel befahrene Straßen hin zu einem Gewässer am Herzen liegt. Und so hat Julia Galow aus Altbuchhorst ihren Helferstamm mobilisiert, damit alles für eine sichere Krötenwanderung vorbereitet werden kann. Heißt, es wurden die Zäune und Eimer aus dem Lager geholt und an ihren angestammten Platz gebracht. In Altbuchhorst haben hier zehn Erwachsene und sechs Kinder fleißig mit zugepackt, so dass nach drei Stunden die gesamte Strecke gestellt war, die den Überweg zum Möllensee absichert. „Wir sind immer noch der alte Stamm, der das Einsammeln der Tiere morgens und abends übernimmt, weitere Helfer sind aber natürlich immer gerne gesehen“, sagt Initiatorin Julia Galow, die die Aktion managt. Sie habe sich gefreut, dass der Aufbau kurzfristig organisiert werden konnte und dann so gut geklappt hat.
Helfer für Kröten-Taxi gesucht
Wer sich am „Kröten-Taxi“ beteiligen wolle, könne sich bei ihr melden. „Wir kommunizieren über WhatsApp und stimmen uns hier ab. Und wir erfassen auf dem Weg, wie viele Tiere es waren. Die Statistik ist wichtig, um zu sehen, wie sich die Population entwickelt. “
Inzwischen hat zudem der Forstbetrieb in Fangschleuse in Höhe Priestersee den Krötenzaun gesetzt. Auch hier steht die lebensrettende Barriere und drehen Ehrenamtler ihre Runde, sammeln die Lurche aus den Eimern und bringen sie so unversehrt über die Straße.
Schon mehr als 100 Tiere gerettet
Dass es genau der richtige Zeitpunkt war, hat die erste Abfrage der gesammelten Tiere gezeigt. In der ersten Woche wurden in Altbuchhorst 75 und am Priestersee 43 gezählt. (Anke Beißer)
Kontakt zu Julia Galow: 0172 3962639


