Knallige Farben, schrille Outfits – mit dem GCK zurück ins Kult-Jahrzehnt

„Elf nach Elf – Let’s talk about 90’s“ – dieses Motto hat beim Grünheider Carneval Klub (GCK) für die diesjährige Session das Rennen gemacht. Die Mitglieder haben das deutlich mehrheitlich, demokratisch entschieden. „Es gab wie üblich die Runde der Vorschläge, drei Spitzenreiter und dann die finale Abstimmung“, sagt Vize-Vorstand Marco Großert. „Unter dem Meer“ und „Sportfest“ hatten gegen den Gewinner keine Chance, werden aber – nach dem Karneval ist vor dem Karneval – bei der Umfrage für die Folgesession noch einmal ins Rennen geschickt.

Stippvisite in die bunte Welt der 1990er

Was verspricht „Elf nach Elf …“? Eine Stippvisite in die bunte Welt der 1990er. Ein Zurück in das Kult-Jahrzehnt lauter, knalliger Farben, schriller Outfits und der größten Hits von den Backstreet Boys bis zu den Spice Girls. So jedenfalls wirbt der seit 1968 für seine überaus unterhaltsamen und die Lachmuskeln strapazierende Abende bekannte Verein auf seiner Homepage.

Seit Monaten wird fleißig geprobt

Damit bei den Veranstaltungen alles zur Zufriedenheit des Publikums und natürlich auch der Protagonisten läuft, wird seit Monaten fleißig geprobt. Die Showtanzgruppe hat schon im Juli damit begonnen, der große Rest nach den Sommerferien. Und sie alle haben sich, der Premiere aus dem Vorjahr folgend, nun wieder im Störitzland getroffen, um die Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Am Ende des Workshop-Wochenendes, der den Vereinsmitgliedern natürlich auch Gelegenheit gab, sich außerhalb der Gruppen zusammenzufinden und Spaß zu haben, stand die erste Ablaufprobe mit dem finalen Feinschliff für das am Ende etwa zweistündige Programm.

Das Lampenfieber steigt: Noch laufen die Vorbereitungen, aber bald wird es ernst. Mandy Koblenz hilft beim Kulissenmalen (oben links), der Chor probt die Gesangseinlagen (rechts) und die Showtanzgruppe gibt der Choreografie den letzten Schliff. Fotos: Marco Großert/Montage: Anke Beißer
Das Lampenfieber steigt: Noch laufen die Vorbereitungen, aber bald wird es ernst. Mandy Koblenz hilft beim Kulissenmalen (oben links), der Chor probt die Gesangseinlagen (rechts) und die Showtanzgruppe gibt der Choreografie den letzten Schliff. Fotos: Marco Großert/Montage: Anke Beißer

Turnhalle wird drei Tage lang eingerichtet

Bevor am 31. Januar das „Grünheide, heideee“ 2026 erstmals in der kleinen Turnhalle auf dem Löcknitzcampus vor Publikum erklingt und die aufwändig zusammengestellte 90er-Kulisse die Illusion der Reise in die Vergangenheit perfekt macht, muss der Spielort natürlich noch entsprechend eingerichtet werden. Wie Marco Großert erzählt, übernimmt der GCK am Mittwoch davor die Halle und dann kann der Ein- und Aufbau starten. Bis zu 50 Leute helfen – beim Bau der Showtreppe, beim Anbringen der Dekorationen, beim Stellen von Parkett und Rang. Hier wird ein Aufwand betrieben, der erst am Freitagabend, gegen 20, 21 Uhr, mit der Generalprobe seinen Abschluss findet.

Generalprobe als Warm-up

Dann beginnt für die rund 100 Mitwirkenden das Warm-up, sind sie ganz in ihrem Element: die Showtanzgruppe, die Frauentanzgruppe, die Funkengarde, das Männerballett, die Kindertanzgruppe, der Chor, die Gesangstalente, Carolin von Lachner und Gerit Fiedler in der Bütt und, ganz neu im Bunde, die Mil(f)schnitten. Hinter dem etwas seltsamen Namen verbirgt sich „eine Truppe Jungs, die mit Charme, Selbstironie und ordentlich Pfeffer im Training stehen“, wie es auf der Homepage heißt. Sie sind auf den Verein zugekommen und der Vorstand hat ihnen mit Martin Wiegold und Josephine Trippler ein Trainerduo an die Seite gestellt. Nun wollen sie erstmals unter Beweis stellen, dass sie „auf der Bühne einschlagen wie ein Energy-Shot“.

Ticketverkauf mit Sitzplatzvergabe

Für die Veranstaltung selbst kündigt Marco Großert an, dass neben dem Neuen auf Bewährtes nicht verzichtet wird. So hat das Catering wieder die Festtagsbetreuung von Ingo Noack aus Freienbrink übernommen. Der Ticketverkauf läuft über die Vereins-Homepage mit Sitzplatzvergabe. Der Eintritt erfolgt jeweils ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Der Vize-Vorsitzende weist zudem darauf hin, dass diesmal die Kontrollen am Eingang noch einmal erheblich verstärkt werden. „Weder Alkohol noch Drogen dürfen mit in die Halle gebracht werden.“

Zwischen den Veranstaltungen können übrigens Schule, Hort und Kita die geschmückte Halle wieder für eigene Veranstaltungen nutzen. „Als Alternative zum Sportunterricht, der ja in der Turnhalle in dieser Zeit nicht möglich ist“, sagt der Vize-Vereinschef. (Anke Beißer)

Veranstaltungen:
Samstag, 31. Januar – Inklusionskarneval – Beginn: 20 Uhr
Samstag, 7. Februar, 14. Februar (ausverkauft), 21. Februar (Restkarten) – Beginn: 20 Uhr
sowie
Sonntag, 15. Februar – Familienfasching – Beginn: 16 Uhr
Tickets gibt es hier.