„Save the date“ – für den ersten Neujahrsempfang der Grünheider Wirtschaft

Flattern gerade in die Briefkästen: Aktuell werden Einladungen für den ersten Neujahrsempfang der Grünheider Wirtschaft verschickt. Quelle: Unternehmernetzwerk Grünheide (Mark)
Flattern gerade in die Briefkästen: Aktuell werden Einladungen für den ersten Neujahrsempfang der Grünheider Wirtschaft verschickt. Quelle: Unternehmernetzwerk Grünheide (Mark)

Es gab immer mal wieder vergebliche Anläufe, in Grünheide ein Unternehmernetzwerk zu etablieren. Der jüngste Vorstoß aber hat funktioniert. Seit zweieinhalb Jahren treffen sich Vertreter der Wirtschaft, die im Ort ein Gewerbe betreiben oder als Inhaber eines Gewerbes in Grünheide leben, regelmäßig zu einem Stammtisch. Sie reden und diskutieren indes nicht nur, sondern bereichern mit ihrem Engagement auch das Leben in der Gemeinde. Im Januar kommt eine neue Facette hinzu.

Netzwerk hat sich etabliert

„Wir haben aktuell 25 Unternehmen, die regelmäßig mitwirken, und sechs, die immer mal wieder als Gäste dabei sind“, sagt Ronald Rochow, Inhaber einer Allianz-Agentur und von Anfang an, also seit März 2024 dabei. Er gehört zu den Initiatoren, die „Grünheider Unternehmer für Grünheide“ den nötigen Schwung gegeben haben. „Wir sind tatsächlich zu einem stabilen Netzwerk geworden, das sich in der Regel einmal im Monat trifft.“ Aktive Mitstreiter gibt es aus allen Ortsteilen, bis auf Mönchwinkel. Vielleicht verschwinde der weiße Fleck ja noch. Zudem mischt Pauline Thiel, Koordinatorin im Lokalen Bündnis für Familie, fleißig mit. Sie versteht sich als Bindeglied zur Verwaltung und zu den vielen anderen Akteuren in der Gemeinde.

„Wir brauchen die Sichtbarkeit“

Es sei erstaunlich, wie viele Unternehmer sich untereinander gar nicht kennen, nennt Rochow die Ausgangssituation. „Wir brauchen die Sichtbarkeit für Geschäftsleute und natürlich für die Kunden“, sagt der Grünheider. Dies sei ein Ansatzpunkt für das Netzwerk gewesen. Wenn man voneinander weiß, könne man sich gegenseitig austauschen und gegebenenfalls unterstützen. Dies sei im Detail auch schon passiert – zum Beispiel in fachlichen Fragen zum Geschäftsbetrieb wie dem Umgang mit KI und der Buchhaltung und sogar in Form bilateraler Geschäfte. Zudem gebe es einen guten Draht ins Rathaus. Rochow nennt hierfür ein Gespräch mit Vizebürgermeister Christoph Giese, bei dem es um sehr vielfältige Themen ging, die alle in den Unternehmeralltag hineinspielen. Ob die Wohnungssituation in Grünheide, der neue Bahnhof oder auch die nutzerfreundliche Darstellung von Ausschreibungen – all das seien Dinge gewesen, über die intensiv gesprochen wurde.

Von Erlebnismesse bis Glücksrad

Projekte, bei denen das Unternehmer-Netzwerk öffentlich Präsenz gezeigt hat, gehören ebenfalls zum Engagement der Gewerbetreibenden und Freiberufler. Ronald Rochow nennt hierfür zwei Beispiele. So hat es im März 2026 die erste Erlebnismesse gegeben, die Orientierung in Berufsfragen geben sollte. Sie wird im kommenden März ihre zweite Auflage erleben. Und dann ist da die Aktion zur Weihnachtszeit. Die Unternehmer nehmen in diesem Jahr zum zweiten  Mal am großen Weihnachtsmarkt im Störitzland teil. Dort werden sie am 29. November (1. Advent) ihr Glücksrad aufbauen und Präsente der Unternehmer als Preise im Gepäck haben. Das „erdrehte“ Geld soll wieder den Kinderheimen in der Gemeinde zugutekommen. „Im Vorjahr haben wir 1000 Euro eingenommen und hoffen, dass es in diesem Jahr wieder in der Größenordnung gelingt.“ Immerhin entsprach die Summe etwa 50 Euro pro Heimkind.

Planung für erster Neujahrsempfang läuft

Wie erwähnt gibt es noch eine neue Idee. Im Januar ist der erste Neujahrsempfang der Grünheider Wirtschaft geplant – auf Einladung von Bürgermeister Arne Christiani, initiiert und in der Umsetzung unterstützt vom Unternehmernetzwerk. Dafür wurde jetzt erstmal der Hinweis „Save the date“ ausgegeben. „Wir haben 800 Adressen von Gewerbetreibenden aus Grünheide, die wir alle anschreiben werden“, kündigt Ronald Rochow an. Zum Programm an sich will er noch nicht zu viel verraten, weil aktuell noch die Abstimmungen laufen. Auf alle Fälle soll es einen kurzen Einstimmungs-Vortrag zu einem regionalen Wirtschaftsthema mit anschließender Diskussion geben. Und dann folgt der lockere Teil – Zeit fürs Kennenlernen und Kontakte knüpfen. (Anke Beißer)