Erlebnismesse mit Plan A für berufliche Perspektiven in der Region

Koordinatorin des Lokalen Bündnis für Familie Grünheide: Pauline Thiel Foto: Anke Beißer
Koordinatorin des Lokalen Bündnis für Familie Grünheide: Pauline Thiel Foto: Anke Beißer

Nur noch wenige Tage, dann heißt es am 14. März, von 10 bis 18 Uhr, „vorbeikommen & mitmachen & staunen“ bei der ersten Grünheider Erlebnismesse in und an der kleinen Turnhalle auf dem Löcknitzcampus. Anke Beißer sprach für „Grünheide im Blick“ mit Pauline Thiel, Koordinatorin vom Lokalen Bündnis für Familie, Ideengeberin und Organisatorin, über das bunte Programm, bei dem sich Unternehmen der Region interaktiv erlebbar präsentieren.

Frau Thiel, warum gibt es die Messe, was steckt hinter dem Motto „Plan A? Du! Dein Ding in Grünheide!“?
Pauline Thiel: Die Idee hat Ihren Ursprung in der Handwerkermesse aus dem Mai 2024, die seinerzeit vom Familienzirkel Kagel und dem Zimmerermeister Mario Kierei ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, jungen Menschen das Handwerk und die berufliche Zukunft darin vorzustellen. Leider konnte das Projekt 2025 nicht fortgeführt werden. Mario Kierei, der regelmäßig am Grünheider Unternehmerstammtisch teilnimmt, hat dort von der Messe berichtet und traf beim Unternehmernetzwerk auf großes Interesse. Auch ich bin in der Runde oft dabei, und das Interesse hat mich motiviert, mich dieses großen Projektes anzunehmen. Daher entstand auch der Name: „Plan A? DU! Dein Ding in Grünheide!“. Denn im Laufe der Gespräche zu einer möglichen Veranstaltung ist klar geworden, dass die sehr aktive Vereins- und Ehrenamtslandschaft der Gemeinde von den beruflichen Angeboten vor Ort profitiert, wenn die Zeit dadurch nicht ins Pendeln zum Arbeitsplatz, sondern in Freizeit investiert werden kann. Je mehr Menschen von diesen Möglichkeiten vor Ort Kenntnis haben, desto eher können diese genutzt werden. Und gerade in Hinblick auf die vielen jungen Menschen ist dieses „Brückenbauen“ zu den Unternehmen sehr wichtig. Es stellte sich die besondere Herausforderung, ein Angebot zu schaffen, das die Generation von morgen inspiriert und motiviert, an dem Tag vorbeizuschauen. So entstand die „Erlebnismesse“ mit spannenden, interaktiven Angeboten.

An wen richtet sich das Angebot?
Alle Bürgerinnen und Bürger sind natürlich herzlich willkommen. Ich freue mich immer, wenn wir Gelegenheiten schaffen, sich zu begegnen, kennenzulernen und auszutauschen. Aber natürlich geht es dabei vor allem um jene, die über Praktikum, Ausbildung und Studium in die berufliche Zukunft starten wollen. Ebenso aber auch um Menschen, die lokale Unternehmen als Arbeitgeber für sich entdecken möchten. Diese sind es, die sich interaktiv präsentieren und ihre Arbeitswelt vorstellen. Für mich ganz persönlich geht es gleichzeitig darum, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Die Welt ist im Umbruch – privat, aber auch beruflich. Die Nachrichten malen oft ein dunkles Bild. Mit der Messe, die interaktiv und damit ein Erlebnis ist, wollen wir zeigen, dass es hier vor Ort viele Möglichkeiten gibt und so ein hoffnungsvolleres Bild zeichnen.

Warum lohnt es sich vorbeizuschauen?
Weil die Messe einen Teil der wirtschaftlichen Vielfalt unserer Region zeigt. Weil es um ein lockeres Kennenlernen bei gemeinsam entspannt verbrachter Zeit geht. Zum Beispiel haben wir auch Ben Lindeke vor Ort. Vielen ist er als Erzieher im Ort bekannt. Gleichzeitig ist er auf Social Media aktiv und wird an dem Tag einen Einblick in seinen Werdegang in dieser für viele doch neuen, unbekannten Berufswelt geben. Aber auch vor der Halle wird es aufregend. Ein Reisebus, ein Rettungswagen, eine Feuerwehr und der Brillux-Show-Truck werden für ordentlich Gesprächsstoff sorgen.  

Das Spektrum, das die Partner abdecken, ist breit und vielfältig, teils spektakulär …
Es locken VR-Brillen, ein Flugzeuggetriebe zum Anfassen und ein Bühnenprogramm. Es gibt die großen Unternehmen Tesla, Edeka Handelsgesellschaft Minden-Hannover mbH, Median Klinik Grünheide, Stephanus Seniorenzentrum Grünheide und die Gemeinde Grünheide. Das Unternehmernetzwerk Grünheide wird einen gemeinsamen Auftritt haben, einzelne Partner wie die Störitzland Betriebsgesellschaft mbH sowie die Erkner Gruppe Automobilzentrum Fürstenwalde Nord werden außerdem auch solo präsent sein. Und dann sind da noch die Bundespolizei, der Rettungsdienst im Landkreis Oder-Spree GmbH, der Förderkreis Maler und Lackierer, die Freiwillige Feuerwehr Grünheide (Mark), Farbspiel Fotografie und die Aerotours Technik GmbH. Hoffentlich habe ich niemanden vergessen. Sie alle werden für ordentlich Stimmung sorgen.

Im besten Fall erweist sich die Messe als Publikumsmagnet, was raten Sie für die Anreise?
Natürlich hilft Daumendrücken für gutes Wetter, denn so macht sich der kleine Fußmarsch besser. Wir haben nämlich nur ein paar Parkplätze direkt auf dem Campus. Diese sind schnell ausgeschöpft, zumal an dem Tag in der großen Löcknitzhalle Handball gespielt wird. Daher lohnt es sich, direkt einen der anderen beiden Parkplätze anzusteuern: jenen am Eichbrand und den an der Dreieckskreuzung. Von dort aus sind es bis zum Campus zu Fuß nur wenige Minuten.

Es gibt jenseits des Informationsangebots noch einen weiteren Grund, warum der Besuch lohnt …
Wir haben mit der DKMS die Möglichkeit organisiert, sich vor Ort als Knochenmark-Spender registrieren zu lassen. Des Weiteren haben die ersten 192 Schülerinnen oder Schüler die Chance, eine der begehrten Paulberger Limos kostenfrei zu ergattern. Und wer dann auch noch Hunger hat, der kann neben dem Kuchenbasar der Docemus Privatschule Campus Grünheide bei weiteren Angeboten die Messe kulinarisch genießen. Ich denke, für den 14. März, 10 bis 18 Uhr, gilt: „Löcknitzcampus – The place to be!“

Überblick: Parkplätze, die für die Messe zur Verfügung stehen. Quelle: Gemeinde Grünheide (Mark)
Überblick: Parkplätze, die für die Messe zur Verfügung stehen. Grafik: Mario Stutzke/Quelle: OpenMaps