Am 17. Februar wird auf dem Löcknitzcampus im Familienzentrum von Grünheide von 17.30 bis 20.30 Uhr wieder ein Kurs für Erster Hilfe im Kindernotfall angeboten. Über die Veranstaltung sprach Anke Beißer für „Grünheide im Blick“ mit der Organisatorin Pauline Thiel, Koordinatorin vom Lokalen Bündnis für Familie.

Frau Thiel, an wen richtet sich das Angebot?
Pauline Thiel: Das Angebot richtet sich an alle, die mit Babys und Kleinkindern interagieren. Auch werdende Eltern und Großeltern können gern teilnehmen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Dozentin Jutta Pohl von EHS-Pohl mit dem Thema in Grünheide zu Gast ist. Warum diese Wiederholung?
Zum ersten Mal kam Frau Pohl im September 2024 zu uns. Wir sind damals dem Wunsch von Besuchern unseres, vom Eltern-Kind-Zentrum organisierten, „FamilienKaffees“ gefolgt. 2025 gab es erneut eine Veranstaltung. Die große Nachfrage und Teilnahme haben uns danach veranlasst, zeitnah nachzulegen und für 2026 sogar zwei Termine anzubieten. Und das Beste: Die Barmer Krankenkasse, ein jahrelanger, sehr aktiver Bündnispartner, finanziert die Kurse, sodass wir sie für unsere Bürger kostenfrei anbieten können.
Was erwartet die Kursteilnehmer?
Es geht um ein Basiswissen zum Thema „Ersten-Hilfe“. Eine Rolle spielen beispielsweise Wundversorgung, lebensrettende Maßnahmen, Handlungshinweise bei Verbrennung/Unterkühlung, Vergiftung/Verätzung, Verhalten bei Fieber- sowie Krampf-/Hustenanfällen, Brüchen, aber auch Allergien. Allein diese Aufzählung gibt eine Vorstellung davon, dass so ein Kurs locker eine Mehrtagesveranstaltung werden könnte. Frau Pohl geht selbstverständlich auf individuelle Fragen ein, so dass ein Kurs nie wie der andere verläuft, die Schwerpunktsetzung angepasst wird.
Sie selbst haben an solch einem Kurs schon teilgenommen, wie läuft er ab?
An den beiden zurückliegenden Veranstaltungen konnten jeweils 15-20 Personen teilnehmen. Wir haben uns ganz bewusst entschieden, den Kurs ohne die jeweiligen Babys oder Kleinkinder anzubieten, um möglichst konzentriert arbeiten zu können. Wobei es Frau Pohl mit ihrer lockeren Art schafft, die Stunden verfliegen zu lassen. Bisher hatten wir immer zwei Stunden angesetzt, haben aber letztendlich immer deutlich länger gebraucht. Um hier für die Teilnehmer und die abzusichernde Betreuung der Kinder mehr Verbindlichkeit zu schaffen, haben die Dauer diesmal gleich drei Stunden angegeben. Die Themen und Informationen sind recht umfangreich. Viele Teilnehmer schreiben mit, andere hören einfach nur gebannt zu. Wir sorgen zudem mit kostenfreien Getränken und Knabbereien von unserer Seite aus für eine angenehme Atmosphäre.
War für Sie Neues dabei, so dass Sie empfehlen schon allein deshalb teilzunehmen?
Es gibt immer neue Erkenntnisse – zum Beispiel beim Thema Nasenbluten. Der berühmte „Kopf in den Nacken“ ist noch weit verbreitet, allerdings eigentlich längst überholt. Auch die Wiederbelebungsmaßnahmen benötigen stetige Wiederholung, um zum Automatismus zu werden. Beim letzten Mal lernte ich die Zahnrettungsbox kennen, die eine spezielle Nährlösung enthält, in der ausgeschlagene Zähne bis zu 48 Stunden lang lebensfähig bleiben. Bei der Vielfalt an Notfällen gibt es demnach immer wieder etwas Neues zu erlernen.
Wird auch selbst Hand angelegt?
Frau Pohl bringt verschiedene Dummys mit und bietet Gelegenheit, diese auszuprobieren. Hier ist aber alles auf freiwilliger Basis und kann gern gegen Ende des Kurses mit weniger Blicken geübt werden.
Wenn jemand großes Interesse hat, den Termin aber nicht wahrnehmen kann, was raten Sie da?
Unser Angebot ist jeweils als „Crashkurs“ zu verstehen. Es ist wie ein Impulsangebot, das den Blick schärft. Hier ist es wie immer: Wiederholung und Übung macht den Meister. Zusätzlich gibt es auch immer neue Erkenntnisse, die bekannte Strategien in einem vermeintlichen Notfall überdenken lassen. Wer nicht dabei sein kann, dem rate ich, die Augen nach anderen Kursangeboten offen zu halten. Selbst eine Nachfrage beim eigenen Arbeitgeber kann dazu führen, dass sich dieser der Sache annimmt und ein Teamevent daraus macht. Im September wird es das nächste Mal von unserer Seite ein Angebot geben – wir werden rechtzeitig darüber informieren. Und nicht zuletzt gibt es ja viel Lektüre zu dem Thema. Eine kleine Auswahl hält auch das Eltern-Kind-Zentrum bereit, es lohnt sich beim nächsten Besuch auf dem Löcknitzcampus danach zu fragen.
Telefonische Anmeldung:
Franziska Lubkoll 0160 90487691
Pauline Thiel 01515 2235543

