Stolzer Gewinner aus Grünheide beim Designpreis Brandenburg 2025

Der Designpreis Brandenburg 2025 ist vergeben. Und auch ein Grünheider gehört zu den Ausgezeichneten: Erik Burdach. Der Student für Mediendesign hatte sich gleich mit zwei Projekten an dem renommierten Wettbewerb beteiligt. Und eines schaffte es tatsächlich unter die Preisträger: die Marke „TheaterWalde“, die er mit seinem Studienkollegen Max Voigt für die TheaterWalde gGmbH, ein Theater-Projekt in Eberswalde, entwickelt hat. Das Duo konnte die Jury überzeugen und einen der insgesamt drei in der Kategorie „Kommunikationsdesign“ vergebenen und mit 2500 Euro dotierten Preise aus den Händen von Friederike Haase, Staatssekretärin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg, entgegennehmen.

Preisverleihung: Staatssekretärin Friederike Haase (vorn) ehrt Max Voigt (links) und Erik Burdach als Gewinner in der Kategorie „Kommunikationsdesign“ im Wettbewerb um den Designpreis Brandenburg 2025. Foto: Adam Sevens
Preisverleihung: Staatssekretärin Friederike Haase (vorn) ehrt Max Voigt (links) und Erik Burdach als Gewinner in der Kategorie „Kommunikationsdesign“ im Wettbewerb um den Designpreis Brandenburg 2025. Foto: Adam Sevens

Ebenfalls ins Rennen geschickt hatte der Grünheider sein Solo-Projekt, das er im Rahmen seines Praxissemesters umgesetzt hat. Und das in Grünheide alles andere als unbekannt ist: Der 21-Jährige, der aktuell als Werkstudent die Rathausmannschaft unterstützt, hat der Gemeinde ein neues Gesicht, ein neues grafisches Erscheinungsbild gegeben – die in unterschiedlichen Farben und auf unterschiedlich farbigen Untergründen erscheinende, minimalistisch dargestellte Schildkröte samt moderner Schriftart. Das Logo ist universell einsetzbar und taucht bereits vielerorts in der Außendarstellung der Gemeinde auf.

Solo-Bewerbung: Erik Burdach hat das von ihm entwickelte Corporate Design für Grünheide als weiteres Projekt ins Rennen um den Designpreis Brandenburg geschickt. Foto: Daniel Burdach
Solo-Bewerbung: Erik Burdach hat das von ihm entwickelte Corporate Design für Grünheide als weiteres Projekt ins Rennen um den Designpreis Brandenburg geschickt. Foto: Daniel Burdach

Von dem alle zwei Jahre ausgelobten Wettbewerb, so erzählt Burdach, hatte er im Sommer eher zufällig erfahren, sei aber sofort Feuer und Flamme gewesen. „Das ist ganz einfach zu erklären. Die eigene Arbeit soll ja gesehen werden, und so ein Preis macht sich auch gut in der Vita, ist ein Aushängeschild.“ Dementsprechend sollte es um mehr als die bloße Teilnahme gehen, haben sich die beiden jungen Männer ernsthaft ins Zeug gelegt. „Wir haben einen hohen Anspruch an unsere Arbeit und deshalb sollte auch bei der Bewerbung alles stimmen.“

Schritt für Schritt zum Erfolg

Zuerst musste auf digitalem Weg eine kurze Beschreibung des Projektes und eine kleine Auswahl von Fotos eingereicht werden. Diese Runde der Vorauswahl war bald gemeistert und es flatterte, wie für 149 weitere Mitbewerber auch, für den 30. Oktober eine Einladung in die Landesvertretung Brandenburgs nach Berlin ins Haus. Hier durften die Projekte, eine Messe gleich, auf kleinstem Raum präsentiert werden. „Das war nicht ohne. Schließlich sollte alles gut aussehen“, erinnert sich der 21-Jährige. Sie hatten morgens alles aufgebaut und mussten dann wieder gehen. Die Jury machte sich allein auf den Rundgang. Erik Burdach räumt ein, durchaus aufgeregt gewesen zu sein. „Ich habe die Daumen gedrückt, dass die Klebestreifen halten und nicht plötzlich der Bildschirmschoner angeht“, erzählt er rückblickend mit einem Schmunzeln. Nachträglich gab es kein Eingreifen mehr. Als er dann abends alles wieder abgebaut hat, wusste er, dass es zumindest bei der Präsentation keine Panne gegeben hatte.

Alles muss perfekt sitzen: Erik Burdach war beim Aufbau seiner Präsentation hoch konzentriert. Schließlich sollte die Jury einen makellosen Eindruck von seinem Projekt erhalten. Foto: Daniel Burdach
Alles muss perfekt sitzen: Erik Burdach war beim Aufbau seiner Präsentation hoch konzentriert. Schließlich sollte die Jury einen makellosen Eindruck von seinem Projekt erhalten. Foto: Daniel Burdach

Und wieder hieß es warten. Nach einer Woche erreichte den Grünheider und seinen Projekt-Partner eine Mail, in der die Nominierung für das TheaterWalde-Branding ausgesprochen wurde. „Ich war da schon etwas enttäuscht, dass es das Grünheide-Design offenbar nicht geschafft hatte.“ Tags darauf die Erlösung: Auch sein Solo-Projekt war für das Finale nominiert. „Für mich haben beide emotional den gleichen Stellenwert.“

Erst aufgeregt, dann stolz

Die Preisverleihung fand Mitte Dezember im Filmmuseum Babelsberg statt. Das sei ein großer Tag für ihn gewesen und er habe sich gefreut, dass auch seine Eltern und seine Mentorin, die Design-Dozentin Steffi Holz, mit im Publikum saßen. „Die Veranstalter haben es dann ganz schön spannend gemacht.“ Insgesamt warteten zwölf Preisträger darauf, aufgerufen zu werden. „Drei waren durch und dann fiel in der nächsten Laudatio das Stichwort ,schön collagiert‘. Da hat mich Max angestoßen: ,Das sind wir!‘“ Und so war es dann auch. Das TheaterWalde-Branding hatte die Jury überzeugt.

Markenzeichen für den Heimatort

Dass das Grünheide-Design nicht ganz so weit gekommen ist, ärgert Erik Burdach übrigens nicht. Er sei trotzdem stolz darauf, seinem Heimatort das neue Markenzeichen gegeben zu haben. (Anke Beißer)