Zusätzliches Platzangebot in der Löcknitzhalle

Der Bauzaun auf dem Löcknitzcampus gehört seit Juli 2025 zum vertrauten Bild. Die große Löcknitzhalle muss seither über einen Nebeneingang betreten werden. Die kleine Unannehmlichkeit hat einen erfreulichen Grund: Die Sportstätte wird um einen Anbau erweitert. Noch erfreulicher: Das Ende der Bauarbeiten steht unmittelbar bevor. Zwar werden die Außenarbeiten, die in den Osterferien beginnen sollen, wohl in den Mai hinein reichen, die zusätzlichen Räume sind aber schon vorher nutzbar. Sie sollen von der Grundschule, dem Hort und von Vereinen mit Leben gefüllt werden.

Unauffällig angefügt

Bei einem Rundgang mit Marco Baur, der als Mitarbeiter im Bauamt der Gemeinde das Projekt betreut, fällt auf, dass sich der neue Gebäudeteil mit der geputzten Fassade sowie den grünen Fenstern und Außentüren optisch der im Jahr 2002 eingeweihten Halle anpasst. Der relativ unscheinbar wirkende Baukörper beschert den Nutzern knapp 350 zusätzliche Quadratmeter.

Neuer Eingangsbereich: Vor die Löcknitzhalle wurde ein Anbau gesetzt und somit das Foyer mit vergrößert. Foto: Anke Beißer
Neuer Eingangsbereich: Vor die Löcknitzhalle wurde ein Anbau gesetzt und somit das Foyer mit vergrößert. Foto: Anke Beißer

Diese verteilen sich auf den neuen Eingangsbereich, zwei große Bewegungs- sowie vier Abstellräume. Zuletzt musste noch auf die Brandschutztüren gewartet werden. In der Halle ist der Übergang vom Neu- zum Bestandsbau kaum zu erkennen, denn beide wurden malermäßig im Gleichklang hergerichtet. Nur hier und da unterscheiden sich ein paar Details, wie etwa die Fußbodenfliesen.

Großzügig und lichtdurchflutet: Die zwei baugleichen Bewegungsräume haben rund 60 Quadratmeter und - praktisches Detail - Sitzflächen über den Heizungen am Fenster. Foto: Anke Beißer
Großzügig und lichtdurchflutet: Die zwei baugleichen Bewegungsräume haben rund 60 Quadratmeter und – praktisches Detail – Sitzflächen über den Heizungen am Fenster. Foto: Anke Beißer

Im Zuge des Projektes konnte gleich noch ein anderes Problem behoben werden: Der Duschbereich für die Damen hatte im Fußboden und Sockelbereich einiges an Schäden. Hier wurde saniert und zugleich wurden neue Duscharmaturen eingebaut. Im Herrenbereich hatte es die beschriebene Sanierung schon vor einiger Zeit gegeben. Hier wurden jetzt nur die Armaturen gewechselt.

Hergerichtet: In den Duschräumen wurden die Armaturen erneuert und bei den Damen der Fußboden und Sockelbereich saniert. Foto: Anke Beißer
Hergerichtet: In den Duschräumen wurden die Armaturen erneuert und bei den Damen der Fußboden und Sockelbereich saniert. Foto: Anke Beißer

Zwischen der Löcknitzhalle, in Nachbarschaft zum Kita-Gelände, findet das mit Diesel betriebene Notstromaggregat seinen Platz. Es gehört zur Ausstattung des Katastrophenschutz-Leuchtturms, der in der Löcknitzhalle für die Gemeinde Grünheide eingerichtet wird. Es soll dafür sorgen, dass bei einem Netzausfall die Halle bis zu 72 Stunden mit 80 Prozent ihres Bedarfs weiter mit Strom versorgt werden kann.

Vier neue Bäume kommen

Ist die Baustelleneinrichtung verschwunden, kann die Freifläche hergerichtet werden. „Wir pflanzen als Ersatz drei Amberbäume zwischen Familienzentrum und Parkplatz“, sagt Marco Baur. Zudem bekommt die Eiche einen Zwilling. „Auch eine Eiche, und zwar so alt, wie es geht.“ Es sei auch noch einiges an Buschwerk vorgesehen, Mulden für die Entwässerung und die Wege sollen neu geordnet werden.

Finanzrahmen nach Nachschlag gehalten

Die Baukosten für das Vorhaben wurden im Oktober per Beschluss der Gemeindevertreter auf knapp 1,2 Millionen Euro (leicht) angehoben. Hinzu kommen für das Herrichten des Katastrophenschutz-Leuchtturms noch einmal 85.000 Euro.

Photovoltaik-Anlage folgt

Was dann noch aussteht, ist die Photovoltaik-Anlage, zu der die Gemeinde bezüglich des Anbaus verpflichtet ist. „Dafür haben wir drei Jahre Zeit“, erklärt Baur. Noch stünden hier Entscheidungen aus, weil das Projekt nicht ganz so einfach ist. Volleinspeisung oder Eigennutzung des Stroms lautet eine der Fragen. Allerdings sei Letzteres tatsächlich gut zu überlegen, da gerade im Sommer, wenn der meiste Solarstrom erzeugt wird, der geringste Bedarf herrscht. Auch sei die Bauausführung zu prüfen, da die Dachausrichtung nebst zu erwartender Verschattung nicht die idealsten Bedingungen bietet. „Wirtschaftlichkeit spielt bei der gesetzlich festgeschriebenen Verpflichtung für die öffentliche Hand allerdings keine Rolle.“ (Anke Beißer)