Feuerwache Neu Mönchwinkel – Innenausbau hat begonnen

Aktuell laufende Bauprojekte haben wohl alle mit den gleichen Nachwehen des Winters zu kämpfen. Statt eines milden Verlaufs, der durchaus eingeplant war, hat Väterchen Frost mal so richtig gezeigt, was er kann. Schon Anfang Dezember schickte er die ersten kräftigen Minusgrade, so dass die gewünschten Ziele, Mitte Dezember winterfest zu sein, nicht erreicht werden konnten. So jedenfalls erging es dem Vorhaben neben dem Heimatmuseum in Neu Mönchwinkel. Hier entsteht die Feuerwache für die neu gebildete Ortswehr Neu Mönchwinkel, die bei der Zusammenlegung der Ortswehren Mönchwinkel und Spreeau entstanden ist. „Einen Monat Karenz hatten wir eingeplant“, sagt Marco Baur vom Bauamt Grünheide. Er zeichnet für das Projekt verantwortlich. Zwar seien die Arbeiten vor Weihnachten noch einmal kurz angelaufen, aber nach Neujahr habe die nächste Frostperiode alles wieder zum Erliegen gebracht. Erst im März war der Stand erreicht, der zum Jahreswechsel angestrebt war. „Aber jetzt läuft alles nach dem terminlich angepassten Plan“, sagt der Rathaus-Mitarbeiter.

Logistik auf zwei Ebenen: Die Fahrzeughalle bietet Platz für drei Feuerwehrautos. Im Hinteren Bereich ist ein Hochregallager eingebaut. Foto: Anke Beißer
Logistik auf zwei Ebenen: Die Fahrzeughalle bietet Platz für drei Feuerwehrautos. Im Hinteren Bereich ist ein Hochregallager eingebaut. Foto: Anke Beißer

Heißt, das Gebäude ist von der Außenhaut her fertig. Mitte April ging es im Inneren weiter. Laut Baur sind inzwischen alle Arbeiten vergeben. Insgesamt wurde sehr kleinteilig gearbeitet, nämlich aufgeteilt in 15 Lose. „Das ist sehr aufwendig, hilft aber dem Budget.“ Über den Vergabemarktplatz konnten für jede Teilaufgabe ausreichend und der Ausschreibung entsprechende Angebote eingeholt werden. „Wir haben so zudem neue Firmen kennengelernt. Es lief wirklich gut.“ Bemerkenswert sei, dass sich auch Firmen von weiter weg für das vergleichsweise kleine Vorhaben interessiert haben. „Den Estrich baut ein Unternehmen aus Halle ein. Und die Angebote für den Innenputz reichten bis nach Hamburg und weit in den Westen hinein.“ Von Schwierigkeiten, Handwerker zu finden, kann Baur nicht berichten. Engpässe beim Material seien ebenfalls nicht aufgetreten.

Haustechnik-Gewerke sind jetzt an der Reihe 

Beim Innenausbau ist jetzt zuerst der Elektriker gefragt. Zudem steht das Verlegen der Fußbodenheizung im Massivbau an. Die Fahrzeughalle ist hiervon ausgenommen, sie wird durch ein Warmluftgebläse auf die erforderlichen zwölf Grad geheizt. Die Heizung wird übrigens an das benachbarte Museum angeschlossen, die Anlage dort ist dafür bereits vorhanden. Es folgen Estrich und Innenputz sowie Maler und Trockenbau.

Platz für drei Fahrzeuge

In der Fahrzeughalle werden künftig drei Autos Platz haben, es gibt ein Hochregallager sowie eine Abstellfläche für ein Notstromaggregat. Die drei Stellplätze werden jeweils mit einem Absaugschnorchel für die Abgase versehen, die mit einem Lüfter gekoppelt sein werden, die der Luft nach draußen bringt.

Keine kreuzenden Wege

Die Aufteilung der Funktionsräume ist so gestaltet, dass sich die Wege der Einsatzkräfte nirgendwo kreuzen. Heißt: Sie kommen im Alarmfall aufs Gelände, parken rechts hinter dem Haus und gelangen von hinten ins Gerätehaus. Hier gehen sie in die jeweilige Umkleide (Frauen und Männer getrennt) und von dort aus direkt in die Fahrzeughalle.

Lichtdurchflutet: Der Mehrzweckraum bietet 80 Personen Platz - ideal für Seminare, Versammlungen und mehr. Foto: Anke Beißer
Lichtdurchflutet: Der Mehrzweckraum bietet 80 Personen Platz – ideal für Seminare, Versammlungen und mehr. Foto: Anke Beißer

Zudem gibt es einen Raum für die Verwaltung, die Jugendfeuerwehr, eine Küche, Lagerflächen sowie einen großen Mehrzweckraum für bis zu 80 Personen. Hier werden dann Schulungen, Versammlungen und andere Zusammenkünfte möglich sein.

Aufs Dach kommt eine PV-Anlage

Was die Außenanlagen betrifft, müssen der Wasseranschluss verlegt, die Zufahrt und der Parkplatz gepflastert und das Gelände umzäunt werden. Natürlich wird es auch neues Grün geben. Und, für kommunale Bauten verpflichtend: Auf das Dach kommt eine PV-Anlage mit einer Leistung von 25 Kilowatt (peak) zur vollständigen Einspeisung ins öffentliche Netz.

Am 19. September soll Einweihung gefeiert werden

Als Einweihung steht inzwischen der 19. September im Kalender. Sie wird mit dem Gemeindefeuerwehrtag gekoppelt. „Der Zeitplan ist sportlich, aber aus heutiger Sicht sieht es gut aus.“ Gleiches gelte für die Finanzen. Die liegen im prognostizierten Rahmen. „Da alle Ausschreibungen gelaufen sind, sollte es dabei bleiben“, betont Marco Baur. Die Investition wird mit knapp drei Millionen Euro beziffert. Das Innenministerium des Landes Brandenburg hatte im Mai 2024 Fördermittel in Höhe von 830.000 Euro zugesagt. (Anke Beißer)

Mehr zu Investitionen für die Feuerwehr gibt es hier.